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Reichesdorfer Bote

    Jahrgang 16, Ausgabe 27                                                                                                         Dezember 2002  

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Leserecho
Ausstellung Johann Untch
Typisch rumänisch
Frau Lassner wird 80

Weihnachten
Ihr lieben Reichesdörfer
Ein gelungenes Klassentreffen
Wie es früher war
Reichesdorf Weltweit

Reichesdorfer Kalender
In eigener Sache

Todesanzeigen

Leserecho

Liebe Reichesdorfer,

habe den „Reichesdorfer Boten“ erhalten und freue mich zu sehen, dass so viele von meinen Schulfreunden und Freundinnen den 75.ten Geburtstag gefeiert haben. Alles Gute! Auch ich feierte meinen 75.ten Geburtstag und zwar in Canada bei Stefan und Margarete Zink (geb.Waffenschmidt). Ich wollte sie schon seit langem besuchen, traute mich aber nicht alleine auf den langen Weg. Sie wohnen 8 Autostunden nördlich von meinem Wohnort. Wir haben den Weg über die Jahre schon des öfteren gemacht. Wer weiß ob es wieder dazu kommen wird.
Meine Tochter Alice hatte im September eine Woche frei, so verabredeten wir uns  in der Früh am 11.o9.2oo1 loszufahren. Ich war gerade am Einpacken als sie anrief: „Schnell Mutter mach´ den Fernseher an!“. Am Bildschirm sah ich Rauch und ein Flugzeug das in den zweiten Turm flog. Es ging mir durch alle Glieder, mein Gott – ein Krieg in meinem Leben reicht. Trotzdem machten wir uns auf den Weg, denn ich hatte zu lange auf diese Gelegenheit gewartet. Wir hatten die ganze Zeit das Autoradio an. Wir hörten dass die Grenzen gesperrt seien, hielten an und erkundigten uns. Man sagte uns dass die Autos durchfahren dürften. So kamen wir gut in Canada an.
Margarete und Stefan saßen vor dem Fernseher und wunderten sich dass wir durchgekommen waren, bei dem großen unglaublichen Elend in der USA.

Da Margarete noch nicht ganz von ihrer Knieoperation geheilt und Stefan auf seine wartete, dachten wir sie zum Essen in ein Gasthaus einzuladen. Aber das gab es nicht. Margarete bediente ihre Gäste immer gut und auch dieses Mal hatte sie den Kuchen noch vor der Operation gebacken und eingefroren und so für die Geburtstagsfeier geplant.
Am 13.September gab es Kaffe und Kuchen für Freunde und Nachbarinnen – die meisten kannte ich noch von früher. Sogar Mathilde ihre Tochter und Freundin aus Deutschland waren dabei.
Über das Reichesdorfer Buch habe ich mich sehr gefreut und lese öfter darin. Schon vor Jahren habe ich angefangen meine Biographie für meine Kinder aufzuschreiben. Nun finde ich manches im Buch was ich dazu schreiben kann.

Es grüßt euch alle aus weiter Ferne.

Anna Melgaard (geb.Untch 118)
Prosser,den 22.Mai 2002


Ausstellung Johann Untch in Düsseldorf:

Eine Ausstellung des aus Schäßburg stammenden Künstlers und Autors Johann Untch (sein Vater kam aus Reichesdorf) fand vom 19. Juni bis 31. Juli im Gerhard-Hauptmann-Haus Düsseldorf statt. Zu den ausgestellten Arbeiten zählten Zeichnungen, Radierungen, Lithografien, Illustrationen, Holz - und Linolschnitte sowie eine Auswahl von Briefmarken, Ersttagsbriefen, Gebrauchs- und Werbegrafiken. Für seine künstlerische Arbeit wurde er bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Als Buchautor machte Johann Untch mit der autobiografischen Schrift "Tage die man nie vergisst" auf sich aufmerksam, deren erste Auflage im Selbstverlag und Eigenvertrieb veröffentlicht wurde. Eine zweite Auflage ist 2ooo im Verlag des Südostdeutschen Kulturwerks erschienen.

Aus der Siebenb.Zeitung vom 15. September 2oo2
M.Mattes


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Typisch rumänisch

 

Als ich 1996/97, im Zusammenhang mit einem Schultreffen, bei der Internationalen Telefon-Auskunft (01805671275) PLZ. Von Rumänien erfragte, bekam ich diese damals schon 7-stellig: 
                         Cluj-Napoca                 4000000
                        
Apold                           5531200

                         
Medias                         5620000
                        
Richis                           5629120

 Es wurde mir versichert, dass es diese bereits seit 2 Jahren gäbe, also etwa 1994/95.
Wie man aus einem Bericht der Hermannstädter-Zeitung Nr.1773 vom 5.April 2002 (siehe R.B. vom April 2oo2) lesen kann, will Rumänien diese jetzt 6-stellig herausbringen. Da weiß wieder mal die rechte Hand nicht was die linke tut – oder bereits getan hat?
Typisch rumänisch.  
                                                  

Wedemark im Mai 2002
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rgareta Mattes


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„Unsere“ Frau Lassner wird 8o

Am 28.Januar kommenden Jahres, jährt sich zum 8.ten Jahrzehnt der Geburtstag „unserer“ Frau Lassner. Wir möchten hiermit dem Ereignis vorausgreifen. „Ach, herrje, bin ich alt“, wird sie erschrocken, lächelnd sagen, wenn sie diese Zeilen liest.
Doch, keine Bange, Frau Lassner ist noch lange nicht alt. Das konnten wir vor einiger Zeit selber fest stellen, als wir in Bad Füssing Bade-Urlaub machten. Sie ist noch immer rege „im Amt“. Im Rahmen der evangelischen Kirche hält sie – unter anderem – Vorträge für die Kurgäste und wir konnten miterleben wie viel Energie und Einfühlsamkeit darin stecken.
Wir haben sie aber auch aus der Zeit in Reichesdorf nicht vergessen, wo sie über 3o Jahre im Dienste der Gesundheit für uns tätig war. Es gibt wohl keinen Reichesdorfer der ihre Hilfe nicht in Anspruch genommen hat. Bei Tag und Nacht war sie für uns da, immer bereit Kranken zu helfen, Schmerzen zu lindern.
Und wie sollten wir Reichesdorfer jemals die schönen Theaterabende vergessen, bei denen sie gemeinsam mit ihrem lieben Ehemann , Herrn Georg Lassner (Schuldirektor), Regie führte, unter den widrigen Umständen der damaligen Zeit (dokumentiert im Reichesdorfer Heimatbuch).
Zum Anlass des 80.ten Geburtstags wollten wir es nicht versäumen, für alles was sie für unser Reichesdorf geleistet hat, einen besonderen Dank auszusprechen. Gratulieren wollen wir aber erst im nächsten Boten . 
           

Im Namen des Vorstands
 
M.Mattes


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WEIHNACHTEN

 

Wie
wäre es
Gott, wenn
ich dieses Jahr
in meinem Herzen
einen Baum schmücke,
nicht mit Kugeln, sondern
mit all den Namen meiner
Freunde? Freunde, die nah sind
und in der Ferne, die ich jeden Tag
sehe und die ich nur selten treffe, an
die ich mich immer erinnere und die ich
manchmal – vergesse, die dauerhaften und
die gelegentlichen, die der schweren Stunden,
und die der glücklichen, die, die ich, ohne es zu
wollen, verletzt habe, und die, die mich verletzten,
die, die mir in aller Tiefe vertraut sind und die,
die ich nur vom Sehen kenne, die, die mir wenig schulden
und die, denen ich viel verdanke, meine bescheidenen
Freunde und meine wichtigen. Mit den Namen aller, die meinen
Weg kreuzten? Ein Baum mit tiefen Wurzeln, damit sich ihre Namen
nie aus meinem Herzen verlieren. Mit starken Wurzeln, damit die
vergangenen Namen aus aller Zeit sich mit den jetzigen vereinen.
Mit warmen Schatten, damit unsere Freundschaft ein Monument der
Ruhe sei
im Wirbel
                 des Lebens.                 

Beitrag von Grete Herberth - Jembke


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Ihr lieben Reichesdorfer, 

nun brennen  die Kerzen und Lichter wieder,
in den Häusern und auf den Straßen.
Von überall ertönen weihnachtliche Lieder,
auch aus den engsten Gassen –
sie stimmen uns ein auf das Liebe Fest,
das Freude und Hoffnung erahnen lässt,
die uns in der Weihnachtsbotschaft verheißen wird
Das Jahr neigt sich dem Ende zu,
wir halten Rückschau, machen Bilanz in Ruh´,
versuchen die Gegenwart aufzubauen,
und haben Mut in die Zukunft zu schauen.
dabei macht sich jeder so seine Gedanken  .....
Doch manchmal denkt man diese Welt,
sei nur gemacht aus Stress, Hass und Geld,
aus Hektik, Frust und Alltagszwist.....
Wie gut, wenn es doch anders ist.
Neigt sich das Jahr zum Ende,
kurz vor der Jahreswende,
wenn „Weihnachten“ im Kalender steht,
die Welt sich in einem anderen Rhythmus dreht.
Die Kerzen erstrahlen plötzlich heller,
Advent – da klopft das Herz viel schneller.
Advent mit seinem Kerzenschein,
dringt tief in unsere Herzen ein.
Licht und Wärme in die Welt zu tragen
gehört fürwahr auch zu unseren Aufgaben.
Und dann die vielen Kleinigkeiten,
mit denen wir anderen Freude bereiten.
Der Baum er glänzt im Kerzenschein
Symbol des Friedens soll er sein.
Gibt´s ihn auch nicht das ganze Jahr,
der FRIEDENSWUNSCH er werde wahr.
Wenn vorbei ist das Fest, die Lichter, die Lieder,
der Alltag uns hat alle wieder.
Ist dann, was wir gedacht, getan und gesungen,
mit dem Kalender schon wieder verklungen?
Ich wünsche euch zu diesem Fest,
dass sich ein wenig doch erhalten lässt,
von dem was uns bewegt im Herzen,
was wir gefühlt beim Schein der Kerzen.
Dass der Alltag nicht ganz verdeckt,
was noch an Menschsein in uns steckt.

Ich wünsche mir und uns allen: Dass die Botschaft der Heiligen Nacht, dass die Glocken mit all ihrer Macht, immer wieder erklingen, und der ganzen Menschheit Frieden bringen. Dass noch viele Jahre für uns alle, das Lied der Heiligen Nacht erschalle.

Frohe Weihnachten, Eure Sophie Lassner


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Ein gelungenes Klassentreffen"

Leider ist es schon eine Weile her, unser Klassentreffen vom 24./25.o8.2oo2 in Jembke. Trotzdem wird es uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Die zehn angemeldeten Klassenkollegen kamen pünktlich am Samstagmittag an und bereits beim Sektempfang war die Stimmung bestens. Jeder freute sich über jeden. Bei schönem Wetter saßen wir alle im Hof und tauschten viele Fotos und schöne Erinnerungen.
Gegen Abend hielten wir gemeinsam eine Klassenstunde ab in der unter anderem auch ein langer Brief von Frau Kloos vorgelesen wurde. Sie lebt zufrieden im Heim in Hermannstadt und wäre gerne dabei gewesen. Anschließend folgte ein gut genutzter Fototermin.
Fleißige Helfer ( Fritz, Hanni, Liese, Hans ) sorgten rund um die Uhr für unser leibliches Wohl. Nach dem abendlichen Grillen legte Dietmar CD`s auf und es wurde ( wie früher ) getanzt und gescherzt bis in die Morgenstunden.
Den größten Spaß bereitete natürlich das gemeinsame Übernachten im angrenzenden Kyffhäuserheim. Die ersten Zubettgeher wurden immer wieder mit Radau geweckt, es wurden Witze erzählt und lautes Gelächter störte die beiden kleinen Gäste : Tobias Greger und Bruno Schneider. Sie fanden die Feier aber trotzdem " besser als zu Hause!"
Von unseren ehemaligen Lehrern konnte leider nur Herr Keintzel-Schön anwesend sein; er reiste aus Köln mit seiner Frau an, hatte viel zu fragen und zu erzählen und fühlte sich wohl in unserer Mitte.
Als bleibende Erinnerung gab es für jeden eine Mappe mit vielen Fotos von früher und dem Lebenslauf jedes einzelnen. Für unsere viel zu früh verstorbene Mitschülerin Susanne Drotleff war ihre Mutter gekommen, da sie auch meine Eltern besuchen wollte. Sie schenkte uns zur Erinnerung an ihre Tochter eine große Schachtel Pralinen und schrieb auf eine Karte ihre persönlichen Gedanken und Wünsche zu unserem Klassentreffen.
Die Karte wurde weitergereicht, da niemand sie laut vorlesen mochte, so schmerzlich empfand jeder das Fehlen von Susi. 

Am Sonntag wurde tüchtig gebruncht und danach miteinander aufgeräumt. Für die teilweise weite Heimfahrt konnten Päckchen gepackt werden. Das Abschiednehmen zog sich über Stunden bis zum späten Nachmittag hin.
Ich danke nochmals allen Anwesenden, dass sie zum guten Gelingen des Treffens beigetragen haben und grüße sie und unsere anderen ehemaligen Klassenkollegen/innen herzlich. Im Internet sind auf der Reichesdorfer Homepage viele Fotos von unserem Klassentreffen zu sehen - guckt mal ´rein, es lohnt sich!
Wünsche allen Reichesdorfern/innen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in ein gesundes, zufriedenes neues Jahr! 

Eure Offner-Grete. Jembke im Oktober 2oo2


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Wie es früher war

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, wenn der Tag grau ist und der Regen in dünnen Fäden vom Himmel hängt; ist dies für mich oft die Zeit, welche Erinnerungen aus fernen, sonnigen und unbeschwerten Tagen bringt.
Die Tage der Kindheit, als die Zeit noch lang war, eine Woche fast eine kleine Ewigkeit dauerte und so erlebnisreich war.
Meine Gedanken wandern auch heute zurück in das Land meiner Kindheit, zu jenem Spätsommertag als wir, mein Vetter Gust Stolz und ich, uns in ihrem großen Haus in Reichesdorf Nr.111 befanden. Alle Erwachsenen waren bei der Feldarbeit und wir zwei durchstreiften Haus und Hof (welche große Bewegungsfreiheit wir Kinder doch hatten) auf Ausschau nach einer nützlichen Beschäftigung (das war wenigstens unsere Meinung).
So gelangten wir in den großen Garten hinter der Scheune. Der alte, große Poinik-Apfelbaum erweckte unsere Aufmerksamkeit. Eine Unmenge von herabgefallenen Äpfeln bedeckte den Boden, so dass man fast nicht hintreten konnte. Diese Äpfel müssen aufgesammelt werden, stellten wir sofort fest. Also holten wir alle verfügbaren Körbe (Fälpeser) und im Nu waren alle angefüllt mit süßen, saftigen Poinik-Äpfeln.

Was machen wir nun mit diesen vielen Äpfeln. Zum Aufbewahren eignete sich dieser Herbstapfel nicht. Nach reiflicher Überlegung kamen wir zu dem Entschluss, diese zu Apfelmost zu verarbeiten.Die große Schraubkelter kam dafür nicht in Frage, da sie viel zu groß und von uns sowieso nicht bedient werden konnte. Die Hobelbank schien uns geeigneter. Zuerst mussten wir die Äpfel zerkleinern. Mit dem Messer war es sehr mühselig, das große Futterrüben-Reibeisen brachte den erwünschten Erfolg. Jetzt brauchten wir noch einen Behälter in dem wir unsere Maische pressen konnten. Nachdem wir uns ein paar Mal im Schopfen um die eigene Achse gedreht hatten, siehe da, an einem Haken den aus grobem Sackleinen gefertigte Beutel in welchem sich das Dengelzeug (Hammer, Dengelstock und Wetzstein – das unerlässliche Werkzeug , neben der Sense, für jeden Mäher) befand. Dieser kleine Sack war zwar nicht sehr sauber, dafür aber sehr stark und durchlässig. Schnell wurde er, nachdem wir ihn von seinem Inhalt befreit hatten, mit der saftigen Apfelmaische angefüllt, fest zugebunden und zwischen zwei Brettchen in den Schraubstock der Hobelbank gelegt. Wir hatten vorsorglich ein paar Eimer bereitgestellt und so floss ein dicker Strahl vom gelben, süßen Most – schnell waren alle Eimer voll. Ein Schwarm von Wespen tat sich an unserem Erzeugnis gütlich. Dabei ertranken auch etliche. Es summte und schwirrte, aber nichts konnte uns von dieser Arbeit abhalten. Als alle Äpfel gekeltert waren, trugen wir den Treber auf den Mist, wo sich der zahlreiche Hühnerhof, wie auf Kommando, darüber hermachte. Alle Eimer waren voll und auch unsere Bäuche wölbten sich, wie jene von Max und Moritz, als sie die Hühner der Witwe Bolte verzehrt hatten. Immer wieder hatten wir einen Becher geleert. Zu unserem Glück war das „stille Örtchen“ in der Nähe, so das wir , oft mit der Hose in der Hand, keine weite Strecke zurücklegen mussten und somit Schlimmeres verhindert wurde.
Was die Großen, als sie abends vom Feld heim kamen zu unserer Tätigkeit und der nicht kleinen Unordnung im Schopfen sagten, entzieht sich meiner Erinnerung. Unmöglich konnte man den vielen Most trinken, und wir beide, Gust und ich schon gar nicht mehr. Vielleicht ist er zur Essigbereitung verwendet worden – aber das, nur vielleicht? Uns war damals die Herstellung von Cidre, dem französischen Apfelwein aus der Normandie und Bretagne unbekannt, sonst hätten wir womöglich auch noch das versucht . . . .

So klang ein langer, schöner Spätsommertag für uns beide aus. Beim Abendglockenläuten sanken wir bestimmt müde von der „Arbeitslast“ oder auch Arbeitslust des Tages in einen süßen Schlaf und noch süßere Träume.

 Heinrich Bruckner (ein Reichesdorfer Schöntaler) Im September 2oo2


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Reichesdorf weltweit:

Das Internet macht es möglich

Reichesdorf - es ist eigentlich ganz weit weg von hier: 2.000 Kilometer auf der Landkarte oder um Jahre zurückliegend in unserer Erinnerung. Aber andererseits ist Reichesdorf nun ganz schnell zu erreichen, ohne Kofferpacken, lange Autofahrten oder Kramen in dunklen Ecken in unserem Ge-dächtnis. Ein Computer mit Internetanschluss macht es möglich, dass unsere alte Heimat jederzeit zu uns kommt, ganz gleich wo wir jetzt zu Hause sind. Nur durch einen "Klick" mit der Computer-maus können wir Verbindung zu Reichesdorf auf-nehmen; dabei ist es einerlei, wo wir uns befinden - in Deutschland, in Amerika oder auch in Kanada, wohin immer es die Reichesdorfer auch verschlagen haben mag.

Der "Hausmeister"
Unser kleines Dorf ist nun in der großen weiten Welt präsent - dank des Internets und eines jungen Reichesdorfers, der sich besonders gut damit aus-kennt: Hans-Christian Hienz hatte im Mai 1999 die erste "Homepage" (wörtlich. übersetzt: "Hausseite") unter www.reichesdorf.de ins Netz gestellt. Seither hat er etliche Stunden vor dem Computer gesessen und viel Arbeit investiert - und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine der besten Seiten über siebenbürgische Gemeinden ist entstanden, sehr schön gestaltet, informativ, abwechslungsreich und immer auf dem neuesten Stand der Technik. Als "Webmaster", also als "Hausmeister" für unsere "Hausseite", pflegt und betreut er unseren Internetauftritt ständig, so dass es dort immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

Neues und Altes
Ein Besuch lohnt sich also immer, denn das virtuelle Reichesdorf hat viel zu bieten: Direkt auf der ersten Seite (Startseite) heißt uns das neu gestaltete und registrierte Reichesdorfer Wappen willkommen. Darunter stehen die wichtigsten Neuigkeiten: Wann ist das nächste Reichesdorfer Treffen? Wer plant wo ein Klassentreffen? Welche neuen Berichte zum Thema Reichesdorf und Siebenbürgen sind erschienen? Natürlich gibt es auch Nachberichte zu einigen Treffen (z. B. vom Skiurlaub oder verschiedenen Jahrgangstreffen) mit vielen Fotos, auf welchen man bekannte Gesichter findet, liebe Menschen, mit denen man früher mal zusammen gelebt hat, sie aber heute nur noch selten sieht. Hier sorgt das Internet für Wiedersehens-Freude. Diejenigen, die nicht mit dabei sein konnten, können einiges davon nachträglich erfahren und miterleben.
Auch für aktuelle Nachrichten aus den Medien ist gesorgt: „Links“, also Verbindungen zu anderen Seiten im Internet, führen zum Beispiel zur Hermannstädter Zeitung oder zum Radio BBC, das die Nachrichten in rumänischer Sprache sendet und die man hier über die Lautsprecher am Computer hören kann. Wer den Reichesdorfer Boten nicht per Post bekommt, kann ihn ebenfalls über unsere Internetseite jederzeit abrufen und lesen.
Am linken Bildrand der Reichesdorfer Seite stehen die verschiedenen Rubriken, unter denen man viel Interessantes und Wissenswertes nachlesen kann. Zuerst erfährt man Allgemeines über Siebenbürgen und seine Bewohner – informativ vor allem für Nicht-Sachsen, aber auch für Siebenbürger, die sich für ihre Herkunft interessieren. Dann folgen historische Themen über Reichesdorf, seine Gründung und Entwicklung im Laufe der Zeit. Die geografische Lage und der „Hattert“ werden anschaulich mit alten und neuen Bildern illustriert. Aber nicht nur Wissenswertes, auch Erinnerungen von Reichesdorfern oder Erzählungen aus der „guten alten Zeit“ haben im Internet Platz. Viele dieser Ausführungen basieren auf dem Reichesdorfer Buch, das Hans-Christian auf diese Weise auch den Menschen zugänglich macht, die nicht die Möglichkeit hatten, es zu kaufen.

„Reichesdorf lebt!“
Nach diesem Rückblick bieten die nächsten Rubriken den Schritt in die Zukunft, denn das Schöne am Medium Internet sind gerade die Funktionen wie „Chat“, „Forum“ oder „Gästebuch“. Diese sind „interaktiv“, das heißt, man kann nicht nur etwas für sich lesen oder aufnehmen, wie beispielsweise über ein Buch oder eine Zeitung, sondern direkt mit den Reichesdorfern oder anderen Besuchern, die „online“, d. h. gerade im Internet sind, Kontakt aufnehmen und mit ihnen sprechen. Dieses geschieht in schriftlicher Form: Im „Chat“ sind es gleichzeitig mehrere Leute, die sich gegenseitig schreiben und sofort antworten. Im „Forum“ und im „Gästebuch“ dagegen hinterlässt man Einträge, die andere Besucher später lesen oder beantworten können, natürlich auch eine beliebte Möglichkeit, um alte Freunde zu grüßen oder wiederzufinden. Ich habe einige Beispiele aus dem Gästebuch herausgegriffen, die mir besonders gut gefallen haben. So schrieb Hari Hügel am 21. Oktober 2001: Hallo Reichesdorfer, hatte schon viel über die Überraschungen der Reichesdorf.de gehört. Jetzt wo ich drin rumstöbere, bin ich begeistert und mein Herzlein schlägt höher.  Reichesdorf lebt....!. Oder Jinni Hientz (geb. Alzner) aus dem fernen Amerika am 6. April 2002: Danke für die schöne Website. Es hat mich sehr gefreut, all die Reichesdorfer mal zu sehen, obwohl ich viele von ihnen nicht kenne. Viele Grüße an alle! Eure Olzner. Oder ein ganz überraschender Eintrag von einem gewissen Jeff Humphrey vom 5. Juni 2002: „Danke für diese Seite. Entschuldigung, dass mein Deutsch schlecht ist. Ich bin Amerikaner und mein Großvater ist um 1900 aus Reichesdorf gekommt.“ Wer das wohl sein mag? Er versucht auf diesem Wege, mehr über seine Familie, die Fröhlich hieß, herauszufinden. 

Nicht nur für die Jugend!
Schon 3.350 Menschen haben unsere Seite im Internet besucht, viel mehr als unsere Gemeinde früher Einwohner hatte. Natürlich sind es vor allem junge Leute, wie die Gästebuch-Einträge zeigen. Darunter sind viele die den Kontakt zu Reichesdorf schon verloren hatten oder gar nicht dort geboren wurden. Aber durch das Medium Internet haben sie wieder Anschluss an ihre Wurzeln gefunden Das ist gerade in unserer Zeit sehr wichtig, verbindet es doch Altes mit Neuem, Tradition mit dem modernen Leben hier im Westen.

Das Internet ist aber nicht nur der jungen Generation vorbehalten. Auch und gerade für die Älteren gilt: Nur Mut und keine Angst vor der neuen Technik! Denn sie eröffnet Möglichkeiten, längst eingeschlafene Kontakte wieder aufzunehmen oder neue zu knüpfen. Gerade für einsame Menschen oder solche, die ans Haus gebunden sind oder zum Beispiel nicht zum Reichesdorfer Treffen fahren können, ist dies der einfachere Weg. Natürlich müssen die Kinder oder Enkel erstmal helfen - aber dann läuft es ganz von selbst und macht riesigen Spaß. Mein Vater jedenfalls schaut jetzt mindestens einmal die Woche auf der Reichesdorfer Seite vorbei, obwohl er früher nicht wusste, wie man einen PC einschaltet. 

Eine kleine Anerkennung
 Unsere Internetseite kostet natürlich auch Geld, denn der Speicherplatz für eine eigene Adresse im Netz ist nicht umsonst. Bisher hat Hans-Christian den monatlichen Beitrag aus der eigenen Tasche bezahlt, aber vielleicht findet sich ja auf diesem Wege eine Möglichkeit, ihn dabei zu unterstützen. Immerhin ist es ihm zu verdanken, dass diese wirklich gelungene Seite überhaupt entstanden ist und dass sie ständig gepflegt und weiterentwickelt wird. Das sollte uns zumindest eine kleine Anerkennung wert sein, denn sonst geht eine wichtige Möglichkeit verloren, unser Reichesdorf auf diese Weise am Leben zu erhalten. 

Heike Schuster


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Reichesdorfer Kalender 

Schenke groß oder klein
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei
schenke dabei
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigne Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List
Sei eingedeckt,
das dein Geschenk -
der Reichesdorfer Kalender ist.

Liebe Reichesdorfer der Kalender 2003 ist fertig. Wer sich und seinen Lieben eine Freude machen möchte ist mit dem Reichesdorfer Kalender gut beraten. Es sind viele Bilder, Alte sowie Neue, aus Reichesdorf zu sehn. Viele klugen Sprüche und Zitate begleiten euch das ganze Jahr.
Der Kalender kostet 10 Euro, davon sind 2,50 EUR Versandkosten und 2,50 EUR kommen dem Reichesdoofer Booten zugute. Der Kalender kann bei mir bestellt werden unter folgender Adresse, Telefon oder auch E-Mail:

 Heinrich Maiterth
Frieda Nadig Str. 42
33332
Gütersloh 

Tel. 05241 40407
Handy: 01737010931
E-Mail: maiterth.heinrich@t-online.de 

Ich möchte noch DANKE sagen, all denen die mir ihre Bilder so zahlreich zur Verfügung gestellt haben.
Ich habe auch weiterhin Interesse an alten und neuen Bildern (Porträts, Landschaften, Festlichkeiten) Zeichnungen und Gemälden. Ich möchte si
e lediglich in den Computer einscannen oder abfotografieren. 

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr in bester Gesundheit wünscht Euch allen Heinrich Maiterth aus Gütersloh.



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iIn eigener Sache

Das Wappen der H.O.G Reichesdorf
In eigener Regie und auf eigene Kosten hat unser Landsmann Gustav Hügel das Wappen der H.O.G.Reichesdorf erstellen und registrieren lassen. Mehr dazu im nächsten Boten. 

Werner Meyndt

                                 
    Original (Abgzeichnet von der Sakristeitür)

 

Unser 8. Reichesdorfer Treffen findet am 26.April 2003 in Dinkelsbühl im Schrannensaal statt

Liebe Reichesdorfer, das Treffen beginnt am Samstag mit dem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche in Dinkelsbühl. Den Gottesdienst hält, wie gewohnt, unser Herr Pfarrer Hans Binder. Hierzu werden alle aktiven Sänger des ehemaligen Reichesdorfer Kirchenchores gebeten, sich schon um 12 Uhr im Schrannensaal in Dinkelsbühl einzufinden, um eine kurze Gesangsprobe abzuhalten. Nach dem Gottesdienst wird gemeinsam zum Schrannensaal gegangen, wo das Treffen mit Kaffee und Kuchen, Abendessen, Tanz und Unterhaltung fortgesetzt wird. 

Wolfratshausen im November 2002, Werner Meyndt 

Liebe Reichesdorfer, hiermit möchte ich alle um Nachsicht bitten, wenn mal ein Bote nicht ordnungsgemäß verpackt oder gar nicht bei euch ankommt. Soll vorkommen bei der großen Anzahl von Briefen (RB.Nr.26 = 34o Expl.). Bitte meldet euch umgehend bei mir und ich werde danach trachten, dass sofort ein neuer Bote nachgeliefert wird. Das Gleiche gilt auch für die Personen die nicht in unseren Jubiläumsgratulationen erscheinen. Das kann daher kommen dass wir falsche Geburtsdaten oder gar keine von euch haben. Wer einen "runden" oder "halbrunden" Geburtstag im kommenden Jahr erwartet, der melde sich bitte bei M.Mattes (o513o/4379). Wir möchten alle Jubilare ab 7o in unserem Boten auf diese Weise ehren. 

Euer Werner Meyndt

Liebe Reichesdorfer, unter der Rubrik "Wie es früher war" (Erlebtes und Überliefertes), möchten wir sammeln was aus Zeit- und Platzgründen in unser Heimatbuch nicht aufgenommen werden konnte. Es wird damit Gelegenheit gegeben etwaige Lücken zu schließen. Zu dem Erzählten können Bilder geschickt werden, die wir nach Ablichtung selbstverständlich wieder zurückschicken. 

Der Vorstand 

Liebe Reichesdorfer. Es ist erfreulich dass wir euch mitteilen können , dass der Vorschlag von H.Bruckner: einen Kranz oder Blumenschale am Heimattag der Siebenbürger Sachsen am Mahnmal in Dinkelsbühl niederzulegen, in die Tat umgesetzt werden konnte. Kathi Hienz (geb.Bruckner), wohnhaft in Dinkelsbühl, hat sich dafür bereit erklärt dieses in jedem Jahr zu Pfingsten zu bestellen. Wir danken ihr auf diesem Wege herzlich für ihre Bereitwilligkeit. 

Der Vorstand


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Todesanzeigen 2002

„Da ist ein Land der Lebenden und der Toten
und die Brücke zwischen beiden ist die Liebe,
das einzig Bleibende, der einzige Sinn.“
         

                                    T.Wilder  

Johann Moodt
* 18.08.1923 03.11.2001

 

Reichesdorf Nr.367  

Altenhasslach (HE)

Grete Moodt
* Glock-am 21.05.1925 09.12.2001

 

Linsengericht- Altenhasslach

Altenhasslach (HE)

Johann Hügel
* 09.07.1933 09.01.2002

 

Reichesdorf Nr.69

Schöntal (BW)

Johann Reichesdorfer (Schaas)

* 18.04.1916

22.02,2002

 

Reichesdof Nr. 355

Kammern (A)

    Ursula Draser
* geb. Sandtner-am 21.03.1926 15.03.2002

 

Skt.Martin / Reichesdorf

Nordheim (BW)

Felix Bundtzen
* 9 Monate alt 14.04.2002

 

Enkel von A & M Mattes

Wendemark (NS)

Heinrich Salmen
* 07.11.1917 11.05.2002

 
Reichesdorf Nr. 122

Knittelfeld (A)

 
Katharina Herberth
* geb.Kloos-am.19.11.1923 12.05.2002

 
Reichesdorf Nr. 27

Sachsenheim (BW)

 
Andreas Maiterth
* 24.09.1928 29.06.2002

 
Reichesdorf Nr. 291 Rastatt (BW)

Frieda Nemenz
* geb.Salmen-am 09.12.1919 28.08.2002

 
Reichesdorf Nr. 19

Karlsruhe (BW)

 
Hans Martin Zimmer (Bubi)
* 07.11.1933 28.09.2002

 
Agneteln (Ehemann von Regina Schlosser 353)

Landstuhl (RP)

Heinrich Maiterth
* 03.01.1930 17.09.2002

 
Reichesdorf Nr.47

Neustein (BW)

Andreas Waffenschmidt
* 03.05.1923 26.10.2002

 
Reichesdorf Nr. 302

Kammern (A)

Johan Waffenschmidt
* 07.02.1911 17.11.2002

 
Reichesdorf Nr.302

Graz (A)

 
Traugott Dick
* 28.07.1926 20.11.2002

 
geb.in Neustadt (Ehemann von Anna Lang)

Canada

Andreas Greger
* 16.02.1956 02.12.2002

 
Reichesdorf Nr. 115

Gablingen (BY)

"Die Zeit heilt nicht alle Wunden,
sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben."


Anzeigeschluss 31. März und 31. Oktober


1. Vorsitzender: Werner Meyndt   82515 Wolfratshausen  Tel 08171/20228 
 Kassier: Hans Alzner 78333 Stockach Tel 07771/61563
Schriftführer:  Margareta Mattes  30900 Wedemark - Elze   Tel 05130/4379
Herausgeber des Boten:  Werner Meyndt 82515 Wolfratshausen  werner.meyndt@reichesdorf.de 
Internet Hans-Christian Hienz  91550 Dinkelsbühl webmaster@reichesdorf.de

   


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