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Reichesdorfer Bote

    Jahrgang 17, Ausgabe 28                                                                                                         Aprill 2003  

 


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Wie es früher war
Zum Muttertag
Neues Wappen
Geburtstags Jubilare

Goldene Konfirmation
Aus der alten Heimat
Das kleine Geschäft in der Bahn
Mehr Rentner als Beschäftigte
Botschaft in Bagdad geschlossen

2004 in die Nato

a

Wie es früher war

Kleine Heimatkunde: Wirte Zünfte und Studenten

Reichesdorf in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts. Zu den Gemeinden in der Mediascher Gegend, die heuer die 7oo-Jahr-Feier ihrer ersten urkundlichen Erwähnung begehen, gehört auch Reichesdorf. In der allgemeinen Bevölkerungszählung von 1532 wurde verzeichnet, dass in "Rychesdorf" damals 152 "Wirte" lebten. Damit war die Gemeinde die sechstgrösste Ortschaft in den "Zwei Stühlen" - Mediasch und Schelk -, nach Birthälm (345), Mediasch (286), Meschen (235), Kleinschelken (175) und Hetzeldorf (160). Ein halbes Jahrhundert später - 1579 - führte Reichesdorf das gleiche Steuerquantum ab wie Hetzeldorf und Kleinschelken und war weiterhin unter den sechs grössten Orten des vereinigten Mediascher Stuhls.
Im Jahre 1559 entschied die Sächsische Nationsuniversität, dass in Reichesdorf Zivilstreitigkeiten durch das Ortsgericht, Kriminalfälle jedoch nur in Gegenwart des Mediascher Königsrichters oder desen Stellvertreter entschieden werden sollten. Als zweite Instanz wurden die Stuhlgeschworenen und der Mediascher Magistrat bestimmt. So behielt Reichesdorf dank seiner Größe und wirtschaftlichen Bedeutung auch eine Sonderstellung auf dem Gebiete der Rechtssprechung.
Über das Wirtschaftsleben der Gemeinde sind uns nur wenige Urkunden bekannt. Sie beziehen sich auf das Bestehen von Handwerkern und Zünften in Reichesdorf, die allerdings den Mediascher "Oberzünften" unterstellt waren. Dies bestimmte die Nationsuniversität schon im Jahre 1578, dann betref-fend die Schusterzünfte in den Märkten der "Zwei Stühle" im Jahre 1589.
Die Mediascher und die Reichesdorfer Kürschnerzunft regelten ihre Beziehungen zueinander durch einen Vertrag im Jahre 1593.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Gemeinde wird auch dadurch gekennzeichnet, dass sie zu den 37 Jahrmarktsorten Siebenbürgens am Ende des 16. Jahrhunderts gehörte. Am Simonstag (28.Oktober) wurde Jahrmarkt in Reichesdorf gehalten. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts muss auch der kulturelle Stand der Gemeinde beachtlich gewachsen sein. Von 1549 bis 1599 haben insgesamt 24 gebürtige Reichesdorfer die Oberstufe des Kronstädter Honterus-Gymnasiums besucht. Mit dieser Zahl von "Studenten" steht Reichesdorf an sechster Stelle, nach Kronstadt - 150 Studenten, Hermannstadt - 5o, Bistritz - 31, Mediasch - 32, Birthälm - 28 und vor Schäßburg - 22.
Die Beziehungen zwischen Reichesdorf und Kronstadt waren damals besonders eng. Von 1557 bis 1573 wirkte in Reichesdorf Matthias Glatz, der Mitarbeiter von Johannes Honter dieser 1547 als Hermannstädter Stadtpfarrer empfohlen hatte.
Eine im Bistritzer alten Stadtarchiv aufbewahrte Urkunde besagt, dass im März 1561 König Johann II. Sigismund Zápolya in Reichesdorf weilte, wohl um dem dort residierenden damaligen "Generaldechanten" Matthias Glatz nach der Mediascher Synode vom Februar 1561 einen Besuch abzustatten. Matthias Glatz berief als ersten urkundlich benannten "Schulmeister" nach Reichesdorf den gebürtigen Hermannstädter Georg Melas, der 1557 in die Matrikel des Honterus-Gymnasiums eingeschrieben wurde. Nach seiner Reichesdorfer Wirksamkeit als Schulmeister studierte Melas im Jahre 1562 in Wittenberg, war danach Lektor am Hermannstädter Gymnasium (1565-1568) und wurde später Pfarrer in Heltau, Rosenau, Grossau und Stadtpfarrer von Hermannstadt.
Von den meisten der oben erwähnten 24 Reichesdorfer "Studenten" wissen wir leider nicht mehr als ihren Namen. Der erste von ihnen war Gerhardus Wernerus (1549), drei trugen den Familiennamen Sutaris (= Schuster), andere Handwerksnamen waren Fabri (= Schmied) und Molitoris (= Müller). Einen auffälligen Herkunftsnamen hatte Georgius Burtzlender (1562). Petrus Platz (1564), Matthias Crispus (1565) und Valentinus Heschner (1567) wurden wahrscheinlich nach mehrjährigem vorangegangenem Schuldienst zu Predigern ordiniert, Georgius Mebrudt (1559) wurde später Pfarrer in Leschkirch. Matthias Glatz schickte auch seinen gleichnamigen in Reichesdorf geborenen Sohn auf die Kronstädter Honterus-Schule (1567). Daniel Urdesius aus Reichesdorf, der 1581 in Kronstadt immatrikuliert wurde, hat im Jahre 1586 die Hochschule in Frankfurt an der Oder besucht.
In den Jahren 1589 - 1603 wirkte ein ehemaliger Honterus-Schüler (1574) als Pfarrer in Reichesdorf: der in Schäßburg geborene Laurentius Kusch, der 1593 die Abfassung des "Kreuzer Schulrechts" veranlasst und gewiss auch der Schule in Reichesdorf seine Aufmerksamkeit gewidmet hat. So zeigen die erhaltenen Quellen, dass Reichesdorf in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine aufblühende Gemeinde des Mediascher Stuhls war.


Nach Gernot Nussbächer, erschienen im "Neuen Weg" (Siebenbür-gen/Rumänien) 17.05.1983   


b
Aus der Kindheit:

Zum Muttertag

Liebe Mutter nimm als Gabe
dieses Blumensträußchen an,
es ist alles was ich habe -
alles was ich geben kann.
Aber ich will mich bemühen
immer gut und folgsam sein;
wenn die Blumen dann verblühen
sollst du dich an mir erfreu´n.

Verfasser unbekannt


c
Neues Wappen in alter Tradition:

Reichesdorfer Wahrzeichen lebt wieder auf

Mit einem Motorboot hat alles angefangen - und am Ende der Geschichte ist ein registriertes Wappen für die HOG Reichesdorf entstanden. Dazwischen liegt ein langer Weg, der hier nachgezeichnet werden soll, damit die Entstehung, Verwendung und Bedeutung dieses Wappens klar wird.
Das Original des Reichesdorfer Wappens existiert nur in zwei Ausführungen: Aufgemalt an der Tür der Sakristei mit dem Jahreshinweis 1516 und gestickt auf der Bruderschaftsfahne von 1936 (siehe Fotos). Es zeigt einen Reiher mit einem
Fisch im Schnabel, der untere Teil des Wappens ist blau, der obere rot. Über dem Kopf des Reihers strahlt ein weißer Stern. Das Wappen hat eine typische Schild-Form und ist golden eingerahmt.
Dieses Ortswappen wollte nun Gustav Hügel jun., der in seiner Freizeit gern übers Wasser schippert, auf eine Fahne für sein Boot drucken lassen - damit auch in der Ferne jeder sieht, dass hier Reichesdorfer an Bord sind. Heute gibt es überall die Möglichkeit, ein Foto auf Stoff drucken zu lassen. Also wurde eine Fahne in den Siebenbürger-Farben Rot und Blau genäht und da sollte nun das Wappen drauf - gedruckt oder gestickt. Aber als Gustav Hügel damit in die Druckerei bzw. Stickerei ging, fragte man ihn sofort: "Ist das Wappen registriert?" Denn ohne Registrierung darf ein solches Emblem hier in Deutschland nicht vervielfältigt werden.

Das veranlasste Gustav Hügel, Nachforschungen über das Reichesdorfer Wahrzeichen einzuholen. Wie ist das Wappen entstanden? Was für eine Bedeutung hat es? Was symbolisieren die einzelnen Elemente, z. B. der Reiher und der Stern über ihm? Er forschte nach, fand aber kaum nähere Informationen, außer den bekannten aus dem Reichesdorfer Buch. Schließlich gab ihm Heinrich Bruckner den entscheidenden Fingerzeig: In der Birthälmer Chronik von Pfarrer Johann Salzer (erschienen 1881 in Wien) hatte er etwas entdeckt, was eine Erklärung für den Reiher auf dem Wappen lieferte. Hier wird nämlich der Nachbarort "Richwinsdorf" erwähnt, der von "wasserreichen Sümpfen" und "spiegelnden Teichen" umgeben war, welche "die allbeliebt Fischspeise reichlich boten". In diesem Buch findet sich auch der Hinweis, dass die ursprünglichen Einwohner von Reichesdorf hauptsächlich aus dem Rhein-Main-Gebiet zugewandert sind. Da sie aus ihrer Heimat eine fischreiche Ernährung gewohnt waren, legten sie im wasserreichen, teils sumpfigen Reichesdorfer Tal unzählige Fischteiche an. Aus dieser Tatsache heraus lässt sich die Wappenfigur des Fischreihers ableiten.

Gleichzeitig mit seinen Nachforschungen über die Bedeutung des Reichesdorfer Ortswappens hatte Gustav Hügel Kontakt zu einem so genannten Heraldik-Verein aufgenommen, der sich unter anderem um die Registrierung von Wappen kümmert. Hier erfährt man auch eine Menge über die allgemeine Geschichte von Wappen: Sie sind in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden und haben die Funktion, etwas eindeutig zu kennzeichnen - möglichst auch aus weiter Ferne gut erkennbar. Im Mittelalter zierten Wappen die Schilde, Helme und Fahnen der Ritter, die in ihrer Rüstung verhüllt und nicht zu erkennen waren. Sie erleichterten als individuelles Zeichen die Unterscheidung von Freund und Feind im Kampf. Schon damals galt der Grundsatz, Wappen in Farbe und Form möglichst schlicht und klar zu halten. Die Beschränkung auf bestimmte Farben gilt auch heute noch, nur vier Farben werden verwendet: Rot, Blau, Grün und Schwarz, sowie die beiden Metallfarben Silber und Gold.

Diesen Regeln der Heraldik musste das Reichesdorfer Ortswappen nun für die Registrierung angepasst werden. Zunächst war es wichtig, die Symbole des Wappens grafisch eindeutig darzustellen: Der Fischreiher im Mittelpunkt muss sofort als solcher erkennbar sein und nicht aussehen wie eine Gans oder ein Schwan. Typisch für den Reiher ist zum einen der Fisch im Schnabel, den das Original-Wappen ja bereits enthält, und zum anderen der angehobene Fuß in Angriffstellung, der den Fisch aus dem Wasser holt, und der Federschopf am Kopf. Auf dem mit recht einfachen Mitteln gezeichneten Original sind diese Merkmale nicht enthalten, so dass der Vogel ein bisschen anders aussieht, als auf der neuen Version. Dies ist aber in der Heraldik ausdrücklich erlaubt: Die Motive können dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst und in einer veränderten Form dargestellt werden, ohne dass sich etwas an der traditionellen Bedeutung ändert. Und so sieht das neue Wappen aus (siehe Foto):

Die folgende Wappenbeschreibung und Symbolerklärung stammt vom Heraldik-Verein, der das Wappen schließlich registriert und in seiner Bedeutung festgehalten hat: "Über einem blauen Schildfuß, darin ein golden gerandeter, Blau-Rot gespaltener Schild mit sieben (3:3:1) goldenen Zinnentürmen, in Rot ein nach unten gebeugter silberner Fischreiher, den Schnabel mit einem goldenen Fisch im Schildfuß; das Ganze überhöht von einem sechsstrahligen silbernen Stern. Das Wappen basiert auf dem mutmaßlichen, traditionell geführten Ortswappen der freien Gemeinde Reichesdorf in Siebenbürgen. Es wurde zusätzlich erweitert um das Wappen von Siebenbürgen, um einen Hinweis auf die geographische Lage des früheren Ortes zu geben. Um das traditionelle Wappen vor dem Schicksal des Vergessens zu bewahren, hat sich die Heimatortgemeinschaft Reichesdorf entschlossen, das Wappen als Vereinswappen zu führen. Registriert am 18. August 2002 unter Nummer 2253-08/02 in der Wappenrolle der Heraldischen Gesellschaft e.V. "Der Wappen-Löwe"

Nach zwei Jahren Nachforschungen, Recherche im Internet, vielen Briefen, Telefonaten und Zeichnungen war es damit endlich amtlich, das neue Wappen erhielt die offizielle Registrierung mit Brief und Siegel (siehe Foto ). Und natürlich kann jetzt auch Gustav Hügel seiner eigentlichen Absicht nachkommen und das Reichesdorfer Wappen auf die Flagge seines Motorbootes nähen lassen, die schon bald über die Gewässer in Dänemark und Spanien flattern wird.
An dieser Stelle gilt Gustav Hügel ein herzlicher Dank, da er durch seine Idee, die Nachforschungen und Bemühungen dem alten, traditionellen Reichesdorfer Wappen zu neuem Leben verholfen hat. Auf dass es nie in Vergessenheit gerät und auch die Menschen, die nicht mehr in Reichesdorf leben, an ihren Heimatort erinnert und ihnen auf einen Blick sagt: Dieses Wappen steht für Reichesdorf! 

Heike Schuster


d
Geburtstags-Jubilare

"Schlägt dir einmal die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen: ein Tor ist zugetan, doch tausend stehn noch offen!" 

Friedrich Rückert

In diesem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum :

                       70.ten Geburtstag

 

Barthmes Willi (Mediasch)

29.01.33

Geretsried
Greger Michael

18.05.33

Haundorf
Maiterth Regina (geb.Drotleff)

10.09.33

Augsburg
Mattes Andreas

04.11.33

Wedemark
Nemenz Andreas

11.11.33

Ingolstadt
Roth Michael

05.11.33

Cleebronn
Schaas Johann (22)

17.07.33

Nürnberg
Schaas Johann (87)

11.02.33

Reichesdorf
Waffenschmidt Anna (geb.Kloos)

17.06.33

Rödental
Wagner Katharina (geb.Mantsch)

15.03.33

Dachau
Zimmer Regina (geb.Schlosser)

13.09.33

Landstuhl

75.ten Geburtstag

Drotleff Johann

28.11.28

Sachsenheim

Greger Johann

19.07.28

Lauffen a.N.

Hartmann Andreas

05.08.28

Lauffen a.N.

Herberth Martha (geb.Borger, Roseln)

23.02.28

Lengede

Ivan Katharina (geb.Neckel)

15.08.28

Karlsruhe

 

Maiterth Anna (geb,Alzner)

22.09.28

Weilheim

 

Nemenz Anna (291)

21.08.28

Bergneustadt

 

Kotschy Katharina (geb.Gärtner)

20.11.28

Nürnberg

 

Schneider Regina (geb.Offner)

04.05.28

U.S.A.

 

Waffenschmidt Andreas-Heinrich

14.10.28

Mettmann

 

Wagner Anna (geb.Maiterth)

30.08.28

Waldbrunn

 

Wagner Michael

02.11.28

Dachau

80.ten Geburtstag

Alzner Anna (4)

05.06.23

Wiehl

Kloos Katharina (geb.Untch)

11.06.23

Wiehl

Korth Mathilde (geb.Wagner, Mediasch)

12.04.23

Hamburg

Lassner Sophie (geb. Weiss, Kleinschelken)

28.01.23

Bad Füssing

Litschel Regina (geb.Waffenschmidt)

04.02.23

U.S.A.

Nemenz Regina (geb.Broos,Nimesch)

16.07.23

Kassel

Rehner Katharina (geb.Untch)

29.10.23

Rimsting

Rus Johanna (geb.Alzner)

25.06.23

Klausenburg

Untch Katharina (147)

02.06.23

Halbs

Weinrich Regina (geb.Untch)

28.10.23

Aschaffenburg

Zelch Anna (geb.Drotleff)

20.11.23

Taufkirche

85.ten Geburtstag

Binder Anna (geb. Schneider)

31.03.18

Landshut

90.ten Geburtstag und mehr

Alzner Johann-Egon

23.02.08

Fürth

Fernengel Martin

03.03.12

Canada

Fernengel Emma (geb.Menning,Birthälm)

12.10.12

Reichenbach a.d.Fils

Hügel Anna (geb.Alzner)

27.12.12

Bietigheim

Kloos Johann

12.06.12

U.S.A.

Schaas Anna (geb.Alzner)

07.01.13

Essingen

Soweit bekannt – erstellt von M .Mattes)


e
Goldene Konfirmation

Erinnerung an die Konfirmation 1953 in der Reichesdorfer Kirche - Pfarrer A.Herberth

Alzner Regina,geb.Drotleff

305

Binder Anna,geb.Schuster

13

Biringer Samuel (verstorben)

79

Bresaya Kurt

330

Bruckner Johann

307

Drotleff Regina, geb.Drotleff

19

Ellesch Johann (verstorben)

311

Greger Johann

74

Greger Johanna, geb.Nemenz

102

Greger Regina, geb.Kloos

361

Hügel Emma, geb.Fernengel

234

Hügel Samuel

297

Kloos Martin (verstorben)

17

Kloos Katharina,geb.Richter (verstorben)

234

Kloos Peter

366

Lang Peter

36

Maiterth Regina, geb.Draser

82

Mantsch Georg

195

Mattes Anna,geb.Drotleff

294

Meyndt Georg

145

Meyndt  Regina,geb.Hügel

96

Mild Anna, geb.Schaas

151

Mild Michael (Magarei)

46

Offner Regina,geb.Greger

242

Schaas Martin (verstorben)

296

Schuller Erhard (Meschen)

14

Schuller Horst (Meschen)

14

Schuller Katharina, geb.Simonis

336

Streck Ernst

32

Untch Martin

244

Untch Wilhelm (Magarei) (verstorben)

244

Wachsmann Johann

114

Waffenschmidt Friedrich

302

Waffenschmidt Johann

80

Weinrich Karl

309

Weinrich Regina, geb.Hügel

23

Weiss Alfred

3

Weiss Friedrich

3

Weiss Katharina, geb.Schlosser

353

 

soweit bekannt

Erstellt von Anna Mattes geb Drotleff



Aus der alten Heimat

Mit dem Rad durch Siebenbürgen

Unter dieser Überschrift erschien ein Artikel in der Siebenbürger Zeitung vom 2o.03.2003. Zwei Studentinnen bereisten im Sommer 2oo2 auf diese ungewöhnliche Weise unsere alte Heimat, radelten über die Karpaten, bestiegen den Negoiu und kehrten unterwegs in Reichesdorf bei ihren Anverwandten Hanni und Hans Schaas ein. Die eine, Susanne Eder ist die Urenkelin von Regina und Michael Drotleff R.Nr.251.

M. Mattes

Trachtenball in Kitchener

Am 1.März fand der "Große Siebenbürger Trachtenball" mit Krönung der "Miss Transylvania" in Kitchener USA statt. Zur "Miss Transylvania 2oo3" wurde Christine Gross, eine Urenkelin von Regina und Michael Offner, Reichesdorf Nr.109, auserkoren.

Laut einem Bericht von Käthe Paulini, in der Siebenbürger Zeitung vom 2o.03.2003. M. Mattes


g
Das kleine Geschäft in der Bahn

Die einen wollen verkaufen, die anderen sahnen ab.
Die Waggons der Rumänischen Eisenbahnen muten an wie orientalische Basare. Sonnenblumenkerne, Schokoriegel, Erfrischungsgetränke, Bier, Bettenüberzüge, Socken, Notizblocks, Kugelschreiber, Papier- Ikonen, Zeitungen, Rätselhefte, Missionarsschriften - es gibt so gut wie gar nichts, was fliegende Händler den Bahnreisenden nicht andrehen möchten.
Der Mann öffnet die Abteiltür. Er preist Bettenüberzüge an und wirbelt die Ware in die Höhe. "Die sind doch dünn wie Papier", sagt zaghaft eine ältere Dame. "Solche habe ich mal gekauft. Nach dem ersten Waschen war nichts mehr davon." Die Gegenpropaganda tut ihre Wirkung, der Mann verschwindet.
Der Zug hält an. Eine dralle, ältere Frau und ein junger Mann drängeln sich mit zwei übergroßen Gepäckstücken ins Zugabteil. "Wissen Sie, warum ich ihnen beim Tragen geholfen habe, Madame?", fragt der Mann und beginnt der Frau eine neoprotestantische Missionarsschrift anzupreisen. Die antwortet nur: "Ich gehe jeden Sonntag zur Kirche." Womit auch der Seelenhandel ein Ende gefunden hat, der Mann geht.
Der Zug schaukelt weiter durch die Landschaft. An den von einer grau-braunen Staub- und Schmutzschicht bedeckten Fenstern ziehen die schneebedeckten Berge der Fogarascher vorbei. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts ein Taubstummer im Abteil auf und verteilt auf den Sitzbänken Notizblocks, Kugelschreiber und papierne Heiligenbildchen. Daneben legt er ein Zettelchen, das seine Behinderung und Hilfsbedürftigkeit bezeugt. Die Reisenden gucken hin oder auch nicht. Keiner legt einen Geldschein hin. Nur für den Studenten in der Ecke, der seine Arbeitsunterlagen durchgeht, kommt der Taubstumme gerade richtig: Er braucht einen neuen Kugelschreiber! Den Rest der ausgelegten Ware sammelt der Taubstumme wieder ein.
Das beste Geschäft im Zug aber macht der Schaffner, auch Pate (nasul) genannt, wie bei der italienischen Mafia. Falls man keine Fahrkarte hat, drücke man ihm diskret einen angemessenen Geldbetrag in die Hand. (Das funktioniert seit 50 Jahren, aber was heißt heutzutage angemessen?) Sollten die vorgesetzten Kontrolleure den Plan betreten, rumänisch die sogenannte "Überkontrolle", dann sollte man sich kommentarlos und demütig der fälligen Geldstrafe fügen. Denn für diese Herren ist unwichtig, ob ein Fahrgast auf einem Hauptbahnhof zugestiegen ist oder auf einem kleinen Bahnhof, wo samstags und sonntags keine Tickets verkauft werden.  - 
Diana Campean  -

Hermannstädter Zeitung Nr. 1819/14. März 2003 


h
Mehr Rentner als Beschäftigte

Bukarest. - Am Ende des Jahres 2002 gab es in Rumänien 9,36 Millionen Rentner, womit stati-tisch gesehen 1,5 Rentner auf einen Beschäftigten kamen, gab das Nationale Statistikamt bekannt. Die Durchschnittsrente betrug im letzten Quartal des Vorjahres 1.746.046 Lei monatlich, das sind 51,1 Prozent des durchschnittlichen Nettolohnes.


Hermannstädter Zeitung Nr. 1819/14. März 2003 


i
Botschaft in Bagdad geschlossen

Bukarest. - Das Außenministerium in Bukarest gab bekannt, daß die rumänische Botschaft in Bagdad "vorübergehend geschlossen" worden sei. Die rumänischen Diplomaten haben den Irak am 3. März verlassen. Das Außenministerium rät von Reisen in die Krisenregion ab. Die sich zur Zeit dort aufhaltenden rumänischen Staatsbürger werden ersucht, ihren Aufenthalt nur in Dringlichkeitsfällen zu verlängern und im Kriegsfall die Region umgehend zu verlassen.

Hermannstädter Zeitung Nr. 1818/7. März 2003 


j
2004 in die Nato

Beitrittsprotokolle in Brüssel unterzeichnet.
Am Mittwoch fand in Brüssel ein Treffen der Außenminister der 19 NATO-Mitgliedländer statt. Daran nahmen auch die Außenminister der im vorigen Jahr beim Treffen in Prag zum NATO-Beitritt aufgeforderten Länder Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien teil. Sie waren eingeladen worden, die Beitrittsprotokolle zu unterzeichnen.

Diese Protokolle müssen nun von den Parlamenten der Mitgliedstaaten ratifiziert werden, so dass der eigentliche Beitritt beim Gipfeltreffen im Frühjahr 2004 erfolgen kann. NATO-Generalsekretär Lord George Robertson betonte in einer Ansprache, daß dies ein besonderes Ereignis sei, nicht nur für die sieben Länder, sondern für alle Mitgliedstaaten, die nach den Terroranschlägen der letzten Zeit ihre Ziele und Strategien des Bündnisses neu definieren mußten. Für Rumänien, sagte Robertson, sei der NATO-Beitritt ein historischer Schritt. Das Land müsse nun nicht mehr um seine Sicherheit bangen und einer militärischen Gefahr allein ins Auge blicken.
Außenminister Mircea Geona betonte, dass Rumänien bereit sei, die begonnenen militärischen Reformen weiterzuführen, um die NATO-Standards zu erreichen und ein verlässlicher Bündnispartner zu werden.

Hermannstädter Zeitung Nr. 1821/28. März 2003 


Anzeigeschluss 31. März und 31. Oktober


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