titel

Reichesdorfer Bote

    Jahrgang 18, Ausgabe 30                                                                                                         April 2004  

 


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Men Motter wor en Kenstlerän
Er lebt fort in seinen Liedern
Der Rechesdirfer Noah
Der Noah
Geburtstags Jubilare 2004
Für die Jubilare
Zum 75. Geburtstag
Das 6. Reichesdorfer Skitreffen

aa

Zum Muttertag

Men Motter wor en Kenstlerän

Het irscht kit mir än den Sänn:
Men Motter wor en Kenstlerän.

Of äm Goorten oder Haus,
am Feld, äm Waingert, äng dertaus
stand sä do än aller Gät
und wor fleißich, anermäät.

Kochen uch bijeln,
de Anorten zijeln,
sech äng mät as froan,
den Fehlträtt verzoan,
Geschichten erzielen,
mät as sech gärn quielen,
um Kronkenbat wåchen,
bold wedder gärn låchen.
Mät as saingen uch bieden,
vum Chrästkängd fromm rieden,
as Zeren uch drejen,
af Schifstränken gejen;
Dro schauern uch kieren,
en Batterbriit schmieren,
det Feir schneel entzainen,
ist Wasser dro broingen,
ät ellich schlapen
iwer de Trapen,
dro bechen uch weschen
no`m Kurendreschen.

No Honklich, Brit uch Appelfladden
recheln, hiewen, den Wojen beladden.
Bä`m Kurenschnedden sech fleißich bäcken,
Akrokt aus den Murren pläcken;
de Biinen klappen,
de Teppich zappen,
den Ieren schauern,
long wird et net dauern,
bäs zem Kukuruzschowen,
dem Waingertgrowen.

Melken, fittern, Henkeln haaken,
un de Biinen brocht et Staaken.
Fur noa Pill de Fäddern schlessen,
de Paradeis uch noch begessen.
Äm Wänkter dro den Honnef spännen,
äm Kartenspäll villecht gewännen,
vil hangdert Fädden af den Wirkstahl zirken,
Däschdächer uch Teppich wirken.
Fur den Blasi en noa Kliidchen nehn,
drun en seddän Schnärchen drehn.
Den Kängden uch noa Jäckcher sträcken,
dem Voter de olt Husen fläcken,

. . .

Men Motter wor
en Fliejer-, Erzieler-, Tristerän,
en Pizer-, Wescher-, Bijlerän,
en Sträcker-, Spänner-, Wiewerän,
en Schneder-, Gartner-, Gebaierän.

Men Motter wor en Kenstlerän.

Johanna Leonhardt  23.04.03    


b

"Er lebt fort in seinen Liedern"

Unter dieser Überschrift erschien, in der Siebenbürgischen Zeitung vom 15. Dezember 2003, ein Artikel zum 100.Todestag unsers Reichesdorfer Liederdichters Georg Meyndt, verfasst von seiner Urenkelin Johanna Leonhardt, geb. Stolz, aus Reichesdorf, ehemals Lehrerin in Schäßburg, heute in Dachau lebend. (Sie hat auch wesentlich zur Gestaltung und Verfassung unseres Heimatbuches: Reichesdorf – eine Ortschaft im Weinland Siebenbürgens, beige-tragen, unterstützt von ihrem lieben Ehemann Erwin Leonhardt).
Der Artikel beginnt: „Wer kennt nicht das sächsische Lied Det Brännchen, das im alten Siebenbürgen in Dorf und Stadt gesungen wurde? Und wen erinnert es nicht an teure, in der Gemeinschaft verbrachte Stunden? Weiß aber auch noch jeder begeisterte Sänger den Verfasser zu nennen? Georg Meyndt ist´s, der seinem Völkchen 30 Mundartlieder schenkte und dessen Todestag sich am 17. Dezember 2003 zum 100. Mal jährt.“
Bild hier!!! Weiter wird das Leben und Wirken Georg Meyndt´s anschaulich geschildert und das Zustandekommen seiner schönen, bis heute unvergessenen Lieder.
Im vorletzten Absatz geht es weiter mit:“ Sein Grab liegt auf dem alten Friedhof in Reichesdorf. Weil der Gedenkstein wiederholt mutwillig umgestoßen wur-de, erbat sich der heutige Kurator von Reichesdorf, Hans Schaas (87), von den Angehörigen die Erlaubnis, ihn neben das Kirchenportal versetzen zu dürfen. An die Stelle des Grabsteines will er zu Meyndt´s 100.Todestag eine Linde pflanzen.“
Der Artikel endet: „Was bleibt heute in seinem Sinne zu sagen übrig? Wir besinnen uns mit Stolz eines Kulturgutes. Dies richtet uns in unserer Zerschlagenheit wieder auf und Georg Meyndt ist nicht tot. Seine Lieder erfahren so einen neuen, ganz eigenen hohen Wert.“

(Für die Reichesdorfer, die nicht Mitglieder in der Siebenbürgischen Landsmannschaft sind und die Siebenbürgische Zeitung nicht erhalten.)

M. Mattes


c

Der Rechesdirfer Noah

Die Siebenbürger Sachsen sind ein erzählungskundiges Volk. Mit dem Reden sind sie im Allgemeinen zurückhaltend. Die Bruder- und Schwesternschaften ordnen Strenge an, „die Heimlichkeiten“, das „was zwischen den eigenen vier Wänden“ gesagt und erzählt wird, nicht weiter zu geben. Eigentlichen Humor, ein Sichfreuen und Erheben über die Beengungen des Lebens kennt der Sachse nicht.
Gern, ja pflichtmäßig gelacht wird nur bei geselligen Zusammenkünften: Kaimes, Hochzeit, Richttag, Nachbarschaft usw.
Unerschöpflich ist der Spott der Nachbardörfer über einander. Denken wir an die „Newellescher“ die „Mönschnopper“ oder die „Gorrenschanner“.
Ähnlich muss es auch den Reichesdorfern ergangen sein. Unauffällig wollte man im Dorf leben ja nicht auffallen, nicht von der Norm abweichen, man könnte ja ins Gerede kommen.
Einem ist dann doch ein Missgeschick passiert.
Die gute Beobachtung der Fehler, die Schwächen anderer, sowie die Gabe, dieser Beobachtung, -zugespitzten Ausdruck und Humor zu verleihen, ließ Ernst Thullner über unseren Vorfahren Martin Schaas, „Mierten“ wohnhaft in Reichesdorf Nr. 92, die biblische Erzählung von „Noah in seiner Arche“ neu definieren. Die neue Fassung der Erzählung von Noah und seiner Arche (Trun) ist den Ältern noch bekannt.
Die Erzählung in Reimform war in den 20ger Jahren sogar im deutschen Lesebuch abgedruckt.
Den Lesern des Reichesdorfer Boten hier noch einmal das Gedicht von Ernst Thullner. Und damit dieser Noah auch ein Gesicht bekommt, hier das Konterfei des Martin Schaas „Mierten“ dem das Missgeschick passierte, sowie seiner Frau „Treng“ Katharina Schaas geb. Hügel, sowie das „Corpus delicti“ „de hisch blämich uch tulpich Trun“

Vielen Dank an Herrn Heinrich Bruckner der mir das Bildmaterial zur Verfügung stellte.

Heinrich Maiterth / Gütersloh


d

Der Noah
Von Ernst Thullner

Dat Noah, der fromm Patriarch,
erammer schwämm än sener Arch,
wä Gott de Mänschhit fir är Sängden
stroft mät der Sängdflot (Sinnflut),
wid de Kängden, schin en der Schil erzählt,
und jang uch alt wiß de Geschicht.
Doch dat uch ist en Sochs e si eramgerist,
dat äs noch net e si bekunt.
Am dat wäll ech ech et ha erzeelen


Katharina Schaas
(geb. Hügel)
Geb.13.Januar 1850
Gest.19.August 1918
Wohnhaft Reichesdorf Nr.92

Wo sich de Legt um misten quielen,
äm Aren glat äs Marigreti ze Medwesch.


Krethi, Plethi kit dro än deser Stadt zehuf,
äm do en gade gewulten Kuf ze dän.
Wi näst zeh hundlen huet,
di kit, ze sähn, ständ e noch groed,
der wältberemt Tramitertorn.
„Treng-e!“, sprächt uch as Marz,
säch morr`n äs Marigreti; ech meß zähn,
dat ech de Johrmert mer besähn;
ich well mer uch en Taser kifen.
Te terfst mich awer dro net riefen,
wonn ich mät dem der hime kun.“
„Na , na net grol! Awer en Trun
messt ta vum Johrmert mir uch brängen.“
„Na cha, wat dan! Te wisst, ich mängen
mich än de Fräengeschicht net gärn;
denn äng` fet ir un ze zärr`n,
em häw sich tumm derbä gestoult.“
„Dro kun ich mät,“ sprächt draf de Alt,
end kifen salwest mer de Trun;
denn dierin meß ich morren hun.“
„Na, wat te dinkst? Na, na dout giht
net, dat mir Alden allebid
de Wirtscheft mät dem Räck besähn,
ken Medwesch af de Johrmert zähn.
Mer richten es jo scher ze Grangt,
na allzevil äs agesangt;
bleiw te dehim. Ich kife schin
en blämich Trun der uch elin.“
„Et äs dich gät.
Doch nä änt Bät,
denn ech bän der gedannert mäd.
Und morren messt te fräh dervun
äm en hischen Taser und en Trun.“
Bald schlofe sa än sesser Räh
der Marz uch seng Treng derzä.
Äm Drum noch zappt se en un der Grun
den Taser dir und mir de Trun. –

 
Martin Schaas
Geb.19.Oktober 1841
Gest.4 April 1920

Um andre Morjen halwer dro
sprängt hi, wä wonn en Bisebo
en häw gestochen, ous de Fädern
end fet uch glech draf ze wädern:
„Treng-e! Det Frustuck! Mach nor schniel
und tummel dich! Dink doch, ech siel
bäs etzt jo schin än Medwesch seng.
Wat trandelst te si vil, tä Treng?!“
Na, ähnlich, ändlich äs sen Muogen
zefriden. Hi krecht af de Wuegen
end fiert hisch hemlich Medwesch zä-
hoide tscha, hoide tscha!
Um Johrmert hatt as Marz gor bald
den Taser uch de Trun bestalt,
end sot zä mir: „Wat dan ich hä?
Ech zähn na himen bä meng Frä,
dat ech ze menem Matzke kun
für des hisch tulpich Trun.“
Ech sot em glech:“E Mierten, wuert!
Sonst wirst te naß bäs af de Schwuert.
Säch nor, et kit en Donnerwader,
dat wird dich wichen bäs aft Läder.“
Hi awer sprächt: Ich meß dervun;
villicht wird et mich net bekun.“
Kom wor e af der Stroß,
si geng en Dannerwäder los,
als wer de Sängdflat weder hä,
äm ze ersifen Mänsch uch Väh.
Et blätzt end dannert, dat et kracht;
As Mierten awer sätzt und lacht.
Hi lacht? Frogt ir. Wat äs den det?
Bä si em Wäder lacht em net.
Dat hi bä esi äst lache kann.
Dat gliw, wi wäll. – As kem`t ze schran. –
Ech son ech awer, dat hi lacht;
den, wä der Danner dirschtmol kracht,
kam äm der Noah än de Sänn,
di bä der Sängdflat do dertän
än senger Arch äm Dreje wor.
as Mierten ducht: Huet di e Johr
än sengem Kasten ousgehalden,
za wat sal ech mich hä erkalden,
än desem Ren? Ich dink, ich hun
dich af dem Wuegen uch en Trun;
do bän ich, wä der Patriarch
geborje wor än senger Arch.
Geducht, gedon. Wä`t weder kracht,
saß hi schin än der Trun und lacht. –


Um diese "hisch blämich uch tulpich Trun"
soll es sich damals gehandelt haben.

Doch sal det Agläck ister kun,
si kit em äm gor schwer dervun.
As Marz sul em uch net entgohn.
Denn norist – äm et kurz ze son –
steß un en Stin det vederscht Rad,
der Wuegen hopst ist gat – und säht,
af ister schluß de Trun sich zä. –
Na, Marz, wat sprächst te na derzä?
Wä wirst te na hime kun?
Te setzt jo än der Trun! –
Bä si em Ägläck äs et gat,
wo der Mänsch mät kalden Blat
sich änt Schäcksol fächt.
Denn`t hälft dir näst,
wonn te uch noch si gallich bäst.
As Marz ducht uch: Mät Sielerah
kist ta um biesten hä dervun;
ech wärden alsi ous der Trun
de Ißen dreiwen: hoide tscha!
Se warden dich dro himen fängden;
Ändiessen bessen ich meng Sängden. –
De Zet vergeng. Der Owend kam,
dem Mierten wod et guer net gram.
Än senger Trun. Hi schlef mät Rah
end krisch hald ist: Tscha, Renjede, tscha!“
Si kame se bäs un de Schalden.
Do sot en Iß: „Soll`n wir den Alten
(de sacksesch Issen rieden detsch,
wel sä des Sakseschen sich schummen)
noch über diesen hohen, krummen
und steilen Berg hinüberzieh`n?
Es ist gescheiter, wir entfliehn,
statt links zu gehen, hier rechts hinein,
da ist doch auch eine Gemein.“
Si kum as Marz ken Nimesch un. –
Nor ister scheddelt et de Trun;
der Marz erwacht ous sengem Drimen. –
Na bän ich ändlich dennich himen
gelangt. Et äs dich gat:
Ech hun mich hä feng ousgeraht,
und bän ken Rechesderf doch kun
än menger Arche-Noah-Trun. –
„Treng-e! Tren-e! kam schniel erfir
und mach mer af det Gassendir,
ich bän mät mengem Taser kun
und hun dir brocht en blämich Trun!“ –
Allend bleiwt ställ. De Treng kit net.
Na, dinkt as Mrz, wat äs denn det?
„Tren-e! Treng-e! Si hir doch, hir!
Kamm, mach mer af det Gassendir!“ –
Na, ändlich kit ous dem Hous,
vir dem he stand, en Frä erous
end segt sich zuechhaft, ängstlich äm,
wi do si krisch mät loater Stämm?
Doch kangt se nemestern ersähn. –
Zem Teiwel, wat äs hä geschän?
Et äs etzt glatt de Gisterstangd –
ducht se end krisch, wat sä nor kangt:
„Ir Neber kut, kut schniel erbä,
der Trudenwuogen di äs hä!“
De Neber kun: „Wat lärmt Ihr denn?
Segd Ihr verafft, Frä Noberän?
Äs irest en Maleer geschän?“
„Na, kut nor, kut!
Hä meß sich irester en Trud
verkrouchen hun.
Des blämich Trun,
dä kit mer sihr verdächtich vir.
En Stämm krisch drous: „Mach af det Dir!“
„Dro messe mer se halt afbrechen,
äm nozesähn, wi drä siel stechen.“
Se gohn und Werk. Kom äs ´t geschähn,
do hiewt as Marz sich. Alle Frän
und Männer krischen: „Die guten Geister,
die loben Gott und ihren Meister!“
Der Mierten awer sprächt: Ir Legt
net segt `si alber, segt geschegt!
Ech bä jo net en Trud; ech bän
der Rechesdirfer Marz, und wenn
ir iwer det, det Mell kännt halden,
dro sellt menge gaden,
cha, menge biesten Weng uch kiren.
Doch sot er äst, bän ich verliren:
Dro wärden ich nor zem Gespet
bä alt uch jang, bä Kniecht uch Med.“
De Nimescher, dä soden za,
vir ännen häw hi sächer Rah.
E kännt ganz rahich himefueren,
vun än` siel nemest äst erfueren.
Si fahr hi weder himen za.
Hoide, tscha, hoide, tscha. –
Doch bliw de Sach net lang verschwijen,
de Nimescher haden en nor bedrijen,
sä plauschten `t ous, und seder da
huet Rechesderf uch en Noah. –


e

d
Geburtstags-Jubilare
2004

"Die Bilder der Heimat, der glücklichen Jugend, sie leuchten und kehren zum Leben zurück - in der Erinnerung." 

Hans Schneider (Tobsdorf)

In diesem Sinne, die allerbesten Glück und Segenswünsche

                       70.ten Geburtstag

 

Margarete Barthmes, geb.Draser

04.07.34

Geretsried
Martin Draser

04.07.34

Mühlheim a.d.Ruhr
Karl Drotleff (192)

15.01.34

Nordheim
Regina Hartmann, geb.Untch

01.06.34

Laufen a.N.
Johanna Herberth, geb.Offner

02.09.34

Jembcke
Willi Hösch

26.01.34

Coburg
Anna Hügel, geb. Hügel

18.12.34

Schöntal
Martin Hügel (70)

28.12.34

Lichtenschein
Margarete Kloos, geb.Kloos

01.12.134

Nürnberg
Martin Kloos (92)

24.01.34

Friedberg
Olga Maiterth, geb.Schuller

07.05.34

Neuenstein
Anna Nemenz, geb. Greger 24.06.34 Ingolstadt
Johanna Schlosser, geb.Kartmann 13.12.34 Wiehl
Gustav Stolz 08.04.34 Dachau
Johanna Untch, geb.Schaas 17.11.34 Oberasbach

75.ten Geburtstag

Martin Drotleff (357)

29.09.29

Stuttgart

Anna Frölich, geb.Greger

17.08.29

Ratingen

Anna Hügel, geb.Hienz

16.10.29

Marlach

Johanna Leonhardt, geb.Stolz

28.11.29

Dachau

Katharina Maiterth, geb.Kloos

05.02.29

Rastatt

 

Karl Mantsch

29.12.29

Eislingen-Fils

 

Gerda Mantsch (Heltau)

05.03.29

Eislingen-Fils

 

Andreas Nemenz (24)

29.09.29

Stuttgart

 

Regina Pinnes, geb.Moodt

18.05.29

Nürnberg

 

Katharina Schuller (Nimesch)

27.09.29

Neuss

 

Anna Stolz, geb. Folberth (D-Kreuz)

22.02.29

Dachau

 

Martin Weinrich

18.01.29

Bietigheim

Gustav Weinrich 01.11.29 Körle

80.ten Geburtstag

Anna Görmer, geb.Draser

09.10.24

Ostwieck

Regina Müller, geb.Hügel

21.05.24

Nürnberg

Anna Nemenz, geb.Löw

09.01.24

Linz (A)

Anna Weinrich (309)

20.10.24

Körle

85.ten Geburtstag

Dr.med.Friedrich Richter (Birthälm) 17.11.14 Aschaffenburg
Katharina Schaas 16.09.14 Essingen
Fernengel Martin 03.03.12 Canada
Fernengel Emma geb Menning 12.10.12 Reichenbach
Anna Hügel geb.Alzner 27.12.12 Bietigheim
Johanna Kloos 12.06.12 USA.
Anna Schaas geb.Alzner 07.01.13 Essingen

Soweit bekannt – erstellt von M .Mattes)


f

e
Für die Jubilare

Der Frühling liegt schon weit zurück,
mit seinen jungen Trieben,
im Herzen ist das Immergrün:
Erinnerung geblieben.

Der Sommer mit der heißen Glut,
ließ reifen auf den Fluren,
er prägte in dem Angesicht,
die feinen Runenspuren.

Nun ist es Herbst. In seiner Pracht,
erglühen tausend Farben,
verschönen durch das Abendrot
vom Leid geprägte Narben.

In dieses ew´ge Labyrinth,
seid ihr auch eingebunden,

- - -

Erkennet eure schöne Zeit,
lebt ganz die schönen Stunden.

(Hans Schneider Tobsdorf) ehem. Lehrer


g


Zum 75. Geburtstag

Zum Anlass dieses großen Ehrentages, möchten wir heute im „Reichesdorfer Boten“ dem Herausgeber und auch, zum großen Teil, Verfasser unseres Heimatbuches: „Reichesdorf – eine Ortschaft im Weinland Siebenbürgens“, Andreas Nemenz, für alle damit verbundene Mühe und Arbeit, herzlich danken. Nicht vergessen wollen wir dabei auch seiner lieben Ehefrau Renate, ein großes Dankeschön zu übermitteln, die ihn dabei tatkräftig unterstützte. Wir hoffen dass sich am 29.09.04 viele Reichesdorfer telefonisch oder schriftlich mit Glück- und Segenswünschen anschließen.

Der Vorstand


h

Das 6. Reichesdorfer Skitreffen

Am 20.März 2004 war es mal wieder so weit. Wir durften unsere Skier einpacken und nach Österreich losfahren. Dort angekommen erwartete uns eine verschneite Landschaft. Hari Hügel sorgte nämlich auch in diesem Jahr dafür, dass wir das Karnevalswochenende zusammen verbringen konnten. Es stießen wieder weitere Reichesdorfer zu den alten Ski-Hasen. Mit 57 Personen belegten wir alle Zimmer. Wir wohnten und feierten in einer Berghütte am Sattelberg in Gries am Brenner. Da die Anfahrt zur Hütte mit dem PKW nicht möglich war, mussten wir unser Gepäck mit einem Skilift nach oben transportieren. Na ja und wie wir nun mal so sind hatten wir ziemlich viel Gepäck dabei. Die Aussicht aus dem Skilift über die verschneite Bergwelt war sehr schön.
Um die Verpflegung mussten wir uns selber kümmern. Doch dank der Unterstützung von Walter Alzner hatten wir die Möglichkeit im Großhandel einzukaufen. Am Freitag wurde dann vor unserer Hütte erst mal die Reichesdorfer Fahne am Mast hochgezogen. Diese hatte Dietmar Schaas organisiert.
Am Freitag Abend wurde Günther Untchs Geburtstag nachträglich gefeiert. Großzügig gab er für uns alle ein zünftiges Essen aus: eingelegte Leber mit Zwiebeln. Im nachhinein wünschen wir ihm alles Gute und einherzliches Dankeschön für das leckere Essen.
Gefeiert wurde mal wieder bis früh in die Morgenstunden. Werner Meyndt und Ernst Weinrich, der dann von den Frauen den Namen DJ Gigi erhielt sorgten für gute Musik und Stimmung.
Am nächsten Morgen ging es dann auf die Piste und jeder konnte zeigen, was er in den letzten Jahren gelernt hatte. Die Piste war super und so machte das Skifahren auch richtig viel Spaß. Es war für jeden etwas dabei, es gab steile Pisten für unsere Profis und weniger steile Pisten für uns Anfänger.
Am Samstag Abend war Karneval feiern angesagt, da konnten wir uns so richtig austoben, denn in der abgelegenen Hütte störten wir keinen. Emma Simon hatte Faschingskostüme dabei, aus dem sich ein paar Männer und Frauen das Passende aussuchten. Anschließend präsentierten sie in ausgefallenen Outfits die Sommer- und Winterkollektion 2004 von Otto.
Danach waren die etwas kleineren unter uns dran sich zu verkleiden und anschließend tanzten sie alle auf den Ohrwurm von Mc Donald´s den „Burger Dance“. Gustav Hügel hatte Knicklichter mitgebracht und die Kinder sowie die Erwachsenen hatten sehr viel Spaß damit, denn im dunklen leuchteten sie in vielen bunten Farben. Als kleine Überraschung erhielt jeder, der seid 6 Jahren regelmäßig am Reichesdorfer Skitreffen teilgenommen hat von Werner Meyndt eine Urkunde. Die Freude war natürlich groß!
Am Sonntag hieß es dann für einige Abschied nehmen, die meisten blieben jedoch bis Rosenmontag. Das Wetter an diesem Tag war sehr schön, die Sonne schien und der Himmel war strahlend blau. Am Abend gab es dann selbstgemachte Wurst dazu Maisbrei und eingelegtes Sauerkraut zu essen. Das war vielleicht ein Festmahl.
Die meisten gingen an diesem Abend früh schlafen, da sie am nächsten Tag noch einen anstrengenden Heimweg vor sich hatten. An dem darauf folgenden Morgen wurden wir von einem starken Schneefall überrascht, so dass die Fahrt ins Tal mit dem Skilift ziemlich ungemütlich war. Auf dem Heimweg war auf den Straßen Schneechaos angesagt. Hannes Meyndt, Hugo Schneider und Gustav Hügel hatten als erfahrenen Autofahrer so manche Probleme. Wie es den anderen ergangen ist, dass weiß ich leider nicht. Hoffe aber, dass sie die Fahrt gut überstanden haben. Der Kurzurlaub mit den Reichesdorfern war auch dieses Jahr mal wieder viel zu schnell vorbei und wir freuen uns schon alle auf das Skitreffen im nächsten Jahr.
Ein ganz besonderes Dankeschön im Namen aller Beteiligten, an alle Organisatoren die uns das schöne Karnevalswochenende ermöglicht haben.

 Ute Hügel


Anzeigeschluss 31. März und 31. Oktober


1. Vorsitzender: Werner Meyndt   82515 Wolfratshausen  Tel 08171/20228 
 Kassier: Hans Alzner 78333 Stockach Tel 07771/61563
Schriftführer:  Margareta Mattes  30900 Wedemark - Elze   Tel 05130/4379
Herausgeber des Boten:  Werner Meyndt 82515 Wolfratshausen  werner.meyndt@reichesdorf.de 
Internet Hans-Christian Hienz  91550 Dinkelsbühl webmaster@reichesdorf.de


© 2001 Powered & Design by hienz.de
Copyright by Heimatortsgemeinschaft Reichesdorf