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Reichesdorfer Bote

    Jahrgang 19, Ausgabe 33                                                                                                    Dezember 2005 

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Weihnachten
Erntedank 
Klassentreffen in Scheinfeld
Unsere Traumpaare-2005
Bericht  "Schässburger Nachrichten"
Wie es früher war
Reichesdorf
Der Hirschelbronnen
Nachruf
Trauer-Anzeige für Willi Binder
Todes - Anzeigen 2005
Liebe Mutter
Liebe Landsleute
Von der Landkarte verschwunden?
Reichesdorfer Kalender

Mitgliedsbeitrag
Gedenktafel
Arbeitsplätze in Hetzeldorf
Im Internet gefunden
Bauernhof Casa Noah
Überschlag beim ADAC-Elchtest

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Weihnachten

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern hernieder lacht;
es brennt der Baum, ein süß Gedüfte
durchschwimmet träumerisch die Lüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken,
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich stehen;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl´s, ein Wunder ist geschehen.

Theodor Storm


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Erntedank

Der Sommer 2005 lenkte, nach über 20 -jähriger Abwesenheit, meine Schritte erneut nach Reichesdorf.
An jenem sonnigen Augustnachmittag fuhr ich langsam auf das Dorf zu, rechts und links flankiert von den vorwurfsvoll, düster dreinblickenden Dachgiebeln der Häuser. Ich spürte das Misstrauen, das einem Fremden oder nach langer Abwesenheit fremd Gewordenen entgegenschlägt. Um diese Tageszeit ist das Dorfbild menschenleer. Ich halte kurz inne und vor meinen Augen wird die Erinnerung an die Sommertage in Reichesdorf wach:
"Sanft wecken die ersten Sonnenstrahlen die Menschen und mahnen sie zur Tat. Nach dem ersten Hahnenschrei werden Tier und Mensch munter, in das Scheppern der Eimer mischen sich das Grunzen der Hausschweine, Blöken der Schafe, Rufe der Kühe, die zur Herde zusammengetrieben werden. Die Menschen hasten Dorf auf und ab und bringen die frisch gemolkene Milch in die Käserei, andere fahren mit Pferdewagen schon raus und rufen sich gegenseitig zu. Und bald sind alle schon auf den Feldern nur die eine oder andere Oma bringt noch schnell das Enkelkind in den Kindergarten, um dann Haus und Hof und Garten tagsüber zu pflegen. Schon steht die Sonne hoch und jene brütende alles lähmende Hitze strahlt über Reichesdorf. Auch auf den Feldern zieht es Mensch und Tier in den Schatten um nach kurzer Mittagsruhe noch rasch das Tagespensum zu schaffen. Abends dann kehren alle voll beladen wieder heim, das bunte Treiben in den Gassen nimmt von Neuem seinen Lauf; die Karren krächzen unter der Last der Kartoffelsäcke, der Maiskolben, Ähren und später dann auch unter der Last der Bottiche voll mit goldgelben Trauben. Schnell wird die Ernte in Scheune und Keller verräumt und bis man zum Abendessen kommt geht auch schon hell und käserund der Mond überm Hirschthal auf. Müde vom anstrengenden Tag geht man schnell zur Ruh und nur noch das Bellen des Hofhundes klingt nach bis auch er ein ruhiges Plätzchen in der Stille findet."
Die Stille ist es die mich aus meinen Tagträumen weckt und mich in das menschenleere Dorf zurückbringt. "Ubi sunt qui ante nos in mundo fuere? Tönt es im Lied: Wo sind die ,die vor uns auf dieser Welt wandelten?...Schnell mache ich mich auf die Suche nach den Reichesdorfern und habe Glück:
Fast gleichzeitig treffen wir am Brunnen in der Obergasse ein: Hans Schaas fährt seinen Bulldog heim, der Anhänger voll beladen mit der Weizenernte in prall gefüllten Säcken; seine Frau obendrauf. In die Wiedersehensfreude mischt sich die Freude und der Stolz, endlich nach regenreichem Sommer die Ernte nun im Trockenen zu haben. Zum Dank lädt er uns ein, rasch ist der Tisch im Hof mit allen Köstlichkeiten beladen: frisch gekochter Zuckermais dazu ein Stamperl Selbstgebrannter, ofenfrisches Brot und Honig von den eigenen Bienchen und den Wein müssen wir auch probieren …und dann erzählt uns Hans Schaas von seiner eigenen Lebensphilosophie :"Der liebe Gott schreitet jeden Herbst die Felder ab und trägt einen großen Sack voller Ähren mit sich. Die verteilt er nach dem Reichtum seiner Güte. Kommt er an einem Feld vorbei in dem kleine Stängel stehen ist er traurig, greift tief in den Sack hinein und holt kleine Ähren heraus, unter der Last der großen würde der Stängel ja brechen. An die Felder mit großen Stängeln bindet er auch große Ähren an. Drum ist er, Hans Schaas bemüht vom Frühjahr bis in den Herbst seine Pflanzen zu hegen und pflegen damit Gott seine großen Ähren anbringen kann."
Wie wahr, und wie aktuell, denke ich und danke Gott für die Stunden im Beisein dieser lieben Menschen das Erntedankfest der besonderen Art gefeiert zu haben. Hier habe ich erneut in den wenigen Stunden Ruhe und Kraft gefunden meinen weiteren Lebensweg zu meistern.
Wieder eile ich fort. Die Gassen von Reichesdorf sind leer und der strenge Blick der Giebel folgt mir noch lange nach als rief er mir zu: "Komm doch wieder mal vorbei…" 

Reichesdorf am 15.08.05 Dr.Werner Lassner 


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Klassentreffen in Scheinfeld

 

Endlich war es so weit! Am 23. Juli fand das zweite Klassentreffen der Absolventen des Jahres 1970 der Birthälmer Grundschule statt. Wir sind alle Jahrgang 1955 und kommen aus den Gemeinden: Birthälm, Groß Kopisch und Reichesdorf - insgesamt 34 Schüler.
Vor 5 Jahren trafen wir uns das erste Mal nach 30 Jahren und vereinbarten uns alle fünf Jahre zu treffen. Unsere Organisatoren Hans Schneider und Werner Meyndt hatten alle rechtzeitig angeschrieben und dann konnte es losgehen.
Samstag ab 14 Uhr trafen dann alle nach und nach ein. Die Resonanz war diesmal nicht so groß wie beim ersten Mal. Viele ließen sich, wegen persönlicher Probleme, entschuldigen. Insgesamt kamen 14 ehemalige Kollegen, dazu die Ehepartner. Als einzigen Lehrer durften wir Herrn Heinz Reyne (Englischlehrer) begrüßen und wir hoffen dass er sich in unserer Mitte wohl gefühlt hat.
Unsere Feier fand im Kloster Schwarzenberg, einem wunderschönen, ruhigen Kloster und einem riesigen Garten statt. Kloster Schwarzenberg gehört zur Gemeinde Scheinfeld und liegt nord-westlich von Nürnberg.
Wir begannen unser Treffen mit einer Klassenstunde, in der jeder etwas aus seinem Leben erzählen sollte. Hans Schneider war nicht sehr streng mit uns, als "Klassenlehrer", und so erzählten wir auch ohne vorher "die Hand zu heben". Nachher machten wir einen Spaziergang auf dem Gesundheitspfad in Scheinfeld. Zurück im Kloster Schwarzenberg war dann das Abendessen vorbereitet. Ungestört durften wir im Klosterkeller weiter feiern. Wir hatten viel zu erzählen, zu lachen und konnten uns über alles Mögliche austauschen. Die Ehefrau von Hans Schneider las uns aus Karl Gustav Reich´s Büchlein :"Kut, mer lachen int" vor. Dann erwähnte jemand, dass wir in diesem Jahr alle "5o Jahre" alt werden, das gab neuen Gesprächsstoff über unser Alter und über die vergangene Zeit. Viele Erinnerungen wurden wachgerufen, aber auch die Freude auf die kommenden Jahre die noch vor uns liegen, klang durch.
So verging der Abend wie im Flug. Müde von den vielen Eindrücken und Gesprächen, gingen wir spät ins Bett. Auch wenn unsere Nachtruhe kurz war, waren wir sonntags alle früh fit. Nach dem Frühstück gingen wir dann vollzählig zu Fuß zur Kirche nach Scheinfeld, wo Hans Schneider Pfarrer ist.
Es regnete . . . Schirm hatte fast keiner dabei, das richtige Schuhwerk auch nicht - trotzdem marschierten alle munter mit. Nach dem Gottesdienst ging es wieder zurück, diesmal bergauf.
Nach der Wandertour erzählten wir noch im Klostergarten, bewunderten die schöne Landschaft und freuten uns dass inzwischen die Sonne schien.
Nach dem Mittagessen und einem kleinen Plausch hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Hans Schneider und Herr Reyne sprachen ein paar Abschiedsworte. Wir bedankten uns bei den Organisatoren für das gelungene Klassentreffen und bei Herrn Reyne für sein Kommen und verabschiedeten uns mit dem Versprechen und der Vorfreude auf ein "Nächstes Mal" - in 5 Jahren.

Anneliese Hann geb Herberth (ehem.Reichesdorf 242)


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Unsere Traumpaare - 2005 

"Herzliche Glück- und Segenswünsche für den Start ins Eheleben." 

Hans- Peter und Heike Mantsch geb. Schuster (Dorsten NW) 

 

Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen, die unsere Hochzeit zu einem unvergesslichen Tag gemacht haben.
Danke für die vielen Glückwünsche und Geschenke, die uns eine gute Starthilfe ins Eheleben geben.
Danke dass ihr von nah und fern gekommen seid und durch euer mitfeiern für ein wunderschönes Fest gesorgt habt.
Danke auch all denen, die nicht mit dabei waren, uns aber in Gedanken begleitet und mit ihren liebevollen Wünschen und Aufmerksamkeiten erfreut haben.


Heike und Hans-Peter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian und Sini Alzner geb.Schoger (Stockach/Lösnich a.d.Mosel) mit Töchterchen Ilka-Sophie 

 

Vielen Dank für euer Kommen, die Aufmerksamkeiten, die Glückwünsche, die Geschenke, die Blumen und Karten, sowie für alles was dazu beigetragen hat unseren Hochzeitstag so unvergesslich zu machen. 

Sini und Christian mit Ilka-Sophie



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Bericht aus den "Schässburger Nachrichten"

In den "Schäßburger Nachrichten"-HOG. Informationsblatt für Schäßburger in aller Welt"
vom 3o.Juni 2oo5, welches mir durch meinen Vetter Walter Bruckner zugeschickt wurde, erschien ein längerer Beitrag unter dem Titel: "Zu Fuß und auf Umwegen von Schäßburg nach Mediasch in vier Tagen", von Robert Stolz.
Zuerst kurz zum Verfasser des Beitrages: Robert Stolz. Der Name sagt wohl den meisten Reichesdorfern - außer man denkt an den berühmten österreichischen Komponisten - nicht viel. Wenn ich aber sage, dass er der Sohn von Gust Stolz ist, kommt man dem Berichterstatter schon näher. In Schäßburg wo seine Eltern: Anni und Gust Stolz wohnten, wurde er 1958 geboren und kam 1973 mit seinen Eltern in die Bundesrepublik, nach Dachau. Als Kind war Robert des öfteren bei den Stolzgroßeltern in Reichesdorf (Haus Nr.111) zu Besuch und scheint so zum Geburtsort seines Vaters und seiner Vorfahren eine innere Bindung zu haben. Heute ist Robert Stolz evangelischer Diakon in einer Münchner Kirchengemeinde wo er gemeinsam mit seiner Familie lebt. Im Spätsommer 2oo4 machte er, ge-meinsam mit seinem tschechischen Freund Ludvik einen Besuch in der alten Heimat, beginnend mit Schäßburg, seinem Geburtsort. Auf "Schusters Rappen", machten die beiden Freunde eine Wanderung von Schäßburg losmarschierend, querfeldein über die Schäßburger Breite, Peschendorf, Kreisch, Malmkrog, Neudorf, Groß-Kopisch, Reichesdorf, Meschen, Eibesdorf nach Mediasch.
Mit dem Einverständnis des Verfassers, möchte ich aus diesem ausführlichen Bericht, die Zeilen welche Reichesdorf betreffen, hier wiedergeben: "Nein, nach Reichesdorf gehen wir nicht an der staubigen Landstraße entlang, die uns der Wanderführer vorschlägt. Wir nehmen den Weg in das östliche Seitental. An diesem versteckten Dorf ende von Birthälm stehen die kleinen Hütten der Zigeuner. Laute Volksmusik, vermischt mit Techno-Rhythmen schallt uns aus den Fenstern entgegen. Ab und zu ein neugieriger Blick auf diese zwei Fremde, die sich hierher verirrt haben. Nicht "buna ziua" sondern "Grüß Gott" erwidert ein älterer Mann unseren Gruß am Hoftor der Schweinezucht am Dorf ende. Wir kommen ins Gespräch und stellen wie nebenbei fest, dass wir um drei Ecken miteinander verwandt sind. Ja, nach Reichesdorf, dem Dorf meiner Großeltern, sind es noch 8 Kilometer.
In Reichesdorf sind sie noch zu fünft: Herr Schaas, seine Frau und noch drei alleine lebende Leute. Herr Schaas empfängt uns, trotz der vielen Feldarbeit, überschwänglich. Aus dem Keller holt er einen Krug mit Reichesdorfer Wein. Es ist dieselbe goldfarbene Mischung aus Riesling und Muskateller, auf die mein Großvater immer so stolz war. Der erste Schluck ruft über dreißig Jahre alte Erinnerungen wach. Gedeckte Festtafeln, Blasmusik, Baumkuchen, Hanklich und dieser goldene Wein. Das war einmal . . . und hier sitzt mir der 73-jährige Schaas gegenüber und sagt: "Na wie schmeckt er? Ich bin der einzige im Dorf, der ihn noch so hinbekommt!"
Herr Schaas ist das lebende Gedächtnis des Dorfes. Gerne hören wir ihm zu. Seine spontane Kirchenführung gehört zu den besten und fundiertesten die ich je erlebt habe. Man spürt, da lebt einer mit seiner Kirchengemeinde. Er kennt sie in- und auswendig. Herr Schaas ist Orgelwart, Dachdecker, Gärtner und Hausmeister der Kirche, des Pfarrhauses und des Friedhofs in einer Person. Alles ist so erhalten, dass jederzeit ein Gottesdienst stattfinden kann.
Wir kommen im Pfarrhaus unter und verbringen noch einige Stunden am Abend im dörflichen Wirtshaus unter freundlichen Menschen. Man trinkt jetzt auch in Reichesdorf Bier. Ich frage nach den Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten im Dorf. "Nun einige fahren mit dem Bus nach Mediasch in die Fabriken, aber das sind nicht viele, die Anderen le-ben von ein wenig Landwirtschaft, man hält Kühe und gibt die Milch an der Sammelstelle ab. Einige junge Menschen sind ins Ausland gegangen, nach Italien und Spanien, von dort schicken sie Geld. Man kommt halt irgendwie durch. . ."
Am nächsten Morgen machen wir einen kleinen Abstecher über die Reichesdorfer Flur. Ich zeige Ludvik die Felder und Weingärten, die schon in meiner Jugend nicht mehr meinem Großvater gehörten, aber deren Namen er mir einprägte, so als könnte das irgendwann noch von Bedeutung sein. Sie sind "renaturiert". Hier und dort steht noch trutzig ein alter Walnussbaum. Was wäre wenn. . . .? Könnte ich mich auf diesen Äckern als Winzer und Bauer sehen, statt als Diakon und Sozialarbeiter in einer Münchner Kirchengemeinde? Sechzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg stellen wir immer noch fest, dass dieser Krieg unsere Welt, wie kein anderes Ereignis, verändert hat".
Soviel von Robert Stolz über Reichesdorf.
Mir persönlich, welcher den ganzen Bericht mit viel Interesse und Freude aber auch Wehmut gelesen habe, bleibt nur: dem Verfasser, für die gekonnte Federführung, Ausdrucksweise und ganz besonders für seine Heimatverbundenheit, herzlichen Dank zu sagen. 

Heinrich Bruckner /Marlach-Schöntal


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Wie es früher war

Dragoner in Rerichesdorf Immer wieder reizt es mich mehr über die Vergangenheit, und ganz besonders die unserer alten Heimat - Reichesdorfs zu erfahren. Leider trennen mich anderthalb Tausend Kilometer von dem Ort und so bin ich angewiesen Quellen anzuzapfen um mir Auskunft zu erbitten. Leider sind diese Quellen oft dürftig und sprudeln nicht so wie ich es gerne möchte, oder sie sind unerreichbar. In den vorhergehenden Jahrhunderten, so auch im 19.Jahrhundert waren in Siebenbürgen österreichische Truppen, die dort nicht bloß durchzogen, sondern dort ihre Standorte (Kasernen) hatten. Aus Kindheitstagen erinnere ich mich, dass einige Häuser als :"Än den Kassaren" (in den Kasernen) bezeichnet wurden. Es waren, wie mir bekannt ist, die Häuser mit den Hausnummern 199 - 201 (vielleicht auch andere?).
Mein Vater, Heinrich Bruckner, kaufte im Jahre 1939 den Hof Nr. 200, den sogenannten "Raiffeisenhof", der von diesem Verein einige Jahre vorher von einer rumänischen Familie, Sivul Nicolae, bekannt unter dem Namen "der Litzá äus den Kassaren", die nach Birthälm übersiedelt war, erworben hatte. Dieser Hof wurde dann nach 1950 vom rumänischen Staat enteignet. Die Kollektivwirtschaft, riss das alte Gebäude ab und errichtete dort ihren Getreidespeicher (Magazin). Dieses Haus war eines der Häuser "Än den Kassaren". Im Nachbarhaus wohnte die Familie Nemenz und so hörte ich oft sagen:" der Nemenz Dolf, oder der Nemenz Marz äus den Kassaren". Diese Häuser standen mit der Längsseite zur Straße und was mir, als Kind, auffiel war die Überdachung des Torbogens ging in der ganzen Tiefe des Gebäudes, fortlaufend auf das Nachbargebäude über, so dass man sagen kann dass diese Gebäude alle "unter einem Dach" waren. Dieses hatte ich bei keinem anderen Gebäude in Reichesdorf gesehen.
Ein eingezäunter Garten am unteren Dorfende, Richtung Birthälm, welcher ehemals der Familie Martin Stolz gehörte und an welchen die große stolzische Auwiese grenzte, war unter der Bezeichnung "Reitschule" bekannt.
In der Chronik meines Urgroßvaters Daniel Bruckner (1825-1911) blätternd, finde ich aufgezeichnet, wie er als Schulbub mit seinen gleichaltrigen Schulkameraden, zur Faschingszeit von Haus zu Haus Lieder singend ging. Sie erhielten dafür von den Leuten eine kleine Spende, mit der die Faschingsveranstaltung der Schuljugend bestritten wurde. Wie er weiter berichtet war zu jener Zeit Militär in der Reichesdorfer Kaserne und sie hätten vom Rittmeister und Leutnant ein schönes Geldgeschenk erhalten..
An einer anderen Stelle der Chronik werden die im Zeitraum 1840-1905 in Reichesdorf ausgestorbenen Familiennamen angeführt. Hier finden wir auch Namen einiger ehemaligen Soldaten, die nach ihrer Dienstzeit in Reichesdorf verblieben waren, wie: Leopold
erschenhuber, Johann Seizs (oder Seitz) und Johann Langbein. Es ist nicht bekannt was diese Namens-träger dazu bewegte in Reichesdorf zu verbleiben, hatten sie doch dort weder Haus noch Grundbesitz. Unbekannt ist auch ihre Konfession. Viele Fragen bleiben offen.
Die Chronik berichtet dass in Reichesdorf "Sawo-Dragoner" stationiert waren und dass Leutnant Graf Kinsky bei meinem Urgroßvater im Quartier war. Zur Erinnerung an diese Zeit schenkte er meinem Urgroßvater eine Fotografie, welche ich vergrößert hier wiedergebe.
Mein Urgroßvater war auch einige Zeit als "Borger" (Stellvertreter des Richters = Bürgermeisters) so schreibt er, für die Verpflegung der Dragoner-Eskadron verantwortlich. Ich nehme an, dass er dafür von der Dorfbevölkerung Lebensmittel angekauft hat. Im "Neuen Birthälmer Heimatbuch - 2004" heißt es auf Seite 337: "Ab Mitte des 19. Jahrhunderts soll Birthälm nie ohne Arzt gewesen sein, oft waren es auch zwei. Außer den Marktärzten behandelten auch, die in Birthälm stationierten Militärärzte einer Eskadron des dritten Husarenregimentes die Kranken. Im Jahre 1882 wurde die Eskadron aus Birthälm abgezogen" auf Seite 338 liest man: "Einen eigenen Tierarzt hatte Birthälm im 19.Jahrhundert noch nicht, dafür waren Fachleu-te der in Birthälm stationierten österreichischen Eskadron auch für kranke Tiere der Viehzüchter im Ort zuständig." Im selben Buch finden wir auf Seite 232 eine Auflistung der öffentlichen Gebäude und Anlagen innerhalb der Ortschaft. Unter der 1.Z.32 steht "Kaserne-Gemeindestallungen", daneben der Vermerk "nicht mehr vorhanden". Im Straßenverzeichnis Birthälms - alte und neue Namen, finden wir die "Kasernengasse" (Benennung um 1880 nach Michael Salzer) es ist die heutige "Avram Iancu Strasse".
Siebenbürgen gehörte ja, wie bekannt, zur Habsburger Monarchie und ab 1867-1918 zur Doppel-Monarchie Österreich-Ungarn. Gerne hätte ich über diese Zeit mehr erfahren und so schrieb ich am 18.10.2002 einen längeren Brief an das österreichische Staatsarchiv ( A 1030 Wien, Nottendorfgasse 2).Am 14.November 2005 erhielt ich vom obigen Archiv Antwort auf
meinen Brief, welche ich hier vollständig wieder gebe:
"Sehr geehrter Herr Bruckner!
In Beantwortung Ihrer Anfrage teilt das Kriegsarchiv folgendes mit: Bei den von Ihnen angeführten `Sawo-Dragonern´ handelt es sich offensichtlich um das k.u.k. Dragonerregiment Nr.13, das von 1683 bis 1736 den Prinzen Eugen von Savoyen zum Inhaber hatte und dessen Namen bis zum Ende der Monarchie führte. Im Rahmen unseres Dienstbetriebes ist es leider nicht möglich auf Ihre Fragen näher einzugehen. Diese einen beträchtlichen Zeitaufwand erfordernde Recherche muss der privaten Forschung vorbehalten bleiben. Gelegenheit hierzu besteht während der Öffnungszeiten des Benützersaales, die dem beiliegenden Faltblatt zu entnehmen sind. Sollte ein Wienbesuch für Sie nicht in Betracht kommen, so können Sie mit den Nachforschungen auch eine der Personen beauftragen, die in dem als weitere Beilage mitgesandten Verzeichnis genannt sind.
Mit den besten Empfehlungen Hofrat Dr.Christoph Tepperberg (Direktor des Kriegsarchivs)"
Gerne hätte ich auf meine zahlreichen Fragen ausführlichere Antwort erwartet, aber es ist auch verständlich dass dieses vom Kriegsarchiv aus Zeitgründen nicht geschehen kann. Die für Nachforschungen in dieser Richtung im beiliegenden Faltblatt genannten Personen (es handelt sich um Genealogen mit akademischer Ausbildung) können nur auf Honorarbasis gewonnen werden und ein Wienbesuch meinerseits mit einem dort längeren Aufenthalt liegt nicht in meinen Möglichkeiten.
Die Konsultierung des Internets (durch Enkelin Heidrun) diesbezüglich brachte mich auch nicht weiter. Es heißt dort, u.a.: 1848 stand das Regiment in Siebenbürgen. Abteilungen nahmen - den verschiedenen Brigaden zugeteilt - an einer Reihe von Affairen teil (Maros-Vasarhely, Einnahme von Klausenburg, Gefecht bei Csucsa, Dees, bei der Unterwerfung des Szekler-Distriktes).Adjustierung des Dragoner Regimentes Nr.13 (Gemeint ist die Kleiderordnung oder Uniformierung) 1868: lichtblauer Waffenrock; krapprote Egalisierung und Stiefelhosen, weiße Knöpfe.
So ist ein Stück Reichesdorfer-Vergangenheit jener Zeit nur bruchstückhaft vorhanden, wie so vieles aus längst vergangenen Tagen.

Heinrich Bruckner (Marlach, im Okt. 2005)


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Reichesdorf

Ein Dörfchen klein so weit von hier
Da ist mein Heimatort.
Es ist schon so lange her
Sei dem ich fort von dort.

Doch die Erinnerung bleibt gewiss
Dass ich das Dörfchen nicht vergiss
Es war Reichesdorf wo meine Wiege stand
Wo ich das Leben mit meinen Lieben glücklich fand.

Gern möchte ich`s Dörfchen noch mal sehn
Die Täler Felder und die Höhn.
Die Menschen jener Zeit
Die freundlich waren zu jeder Zeit.

Bei Tanz und Unterhaltung
Die öfters wurden gestaltet.
Und ein Gläschen Wein
War bei Tanz und Unterhaltung auch dabei.

Es war ein Schaffen und ein Streben
Nach einem besseren Leben.
Und nun was ist nun geblieben
Nur die Erinnerung, ihr Lieben.

 

Vorgetragen von Anna Alzner 91 Jahre (geb. Pinnes), Neuss Aufgeschrieben Heinrich Maiterth, Gütersloh.


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Der Hirschelbronnen

Vür villen, villen Göhren
ständ der grüß Bronnen schiin.
Et äs der Hirschelbronnen,
he zaart as hisch Gemin.
He hot gor vil gesahn äng,
sänt dämölz uch bäs het,
hot munchin Feir geläischen,
uch Durscht ba Vah uch Let.
Der Wirt vum nöen Letschef
kählt än dem Bronnentrouch
det Läijeln mät dem Bar fen
säunktichs uch än der Wouch.
Und sen drö vun der Arbet
de Let des Öwest kun,
wor äus dem Hirschelbronnen
gekählt det Bar ze hun.
Wul em det Noest wässen,
drö geng em vürenzä;
der in wort af den Autobus
der under af sen Käh.
Derwel erzolt em Noet
net nor äus der Gemin,
em waßt vun siwen Hatert
det Noest ängden schiin.
Sigor der Bus vun Medwesch
hält ba dem Bronnen un,
dänn e si en gät fräsch Wasser
wor sonst net ze bekun.
Wor ener ist besofen, - glift mir,
t äs warlech wöhr -
he täunkt det Heft än`t Wasser
wor ujenbläcklich klör.
Den Bronnen moßt em püzen,
- nor ener wast uch wa-
der Wachsmann num den Bäisem
und schout drö nichen Mah.
Verba sen nä da Zedden,
de Sachsen sen derfun,
zem Birschte uch zem Kehren
wird net bold enner kun.
Doch kun de Sachsen hiimen
af Urlef drö zeräck,
`si trefen sa sech weder
äng af der Hirschelbräck
Dö stöhn sa drö bäs moren
ent tratschen ängden nouch,
det Wassre äus dem Bronnen
fleßt hemlich än de Bouch.
Anneliese Hann geb Herberth (ehem.Reichesdorf 242)

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Nachruf

Voller Betroffenheit erhielten wir die Nachricht, dass uns Dipl.Ing. Andreas Nemenz am 01.Oktober, nur zwei Tage nach seinem 76. Geburtstag , für immer verlassen hat - dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Besonders betroffen hat uns sein plötzlicher Heimgang, weil wir ihn doch gesund und vital wussten.
Andreas Nemenz wurde am 29.09.1929 in Reichesdorf geboren. Seine Eltern Andreas und Sara Nemenz besaßen den Hof Nr.23. Er besuchte in Reichesdorf die Volksschule und Dank seiner ausgezeichneten schulischen Fähigkeiten in Mediasch das "Stefan Ludwig Roth" Gymnasium. Danach gelang es ihm in Temeschburg am Polytechnikum zu immatrikulieren und das Studium als Diplom-Ingenieur abzuschließen.
Es folgte eine erfolgreiche berufliche Laufbahn bei der Generaldirektion der Erdgas-Zentrale Mediasch, einem Konzern von landesweiter Bedeutung. Hier hatte er eine leitende Stellung als Ingenieur inne.
Im Jahre 196o heiratete er Renate geb. Kuchar aus Mediasch.
Wie so viele andere siedelte er mit seiner Familie im Jahre 1989 in die Bundesrepublik aus. Stuttgart wurde der neue Wohnsitz. Mit 61 Jahren begann nun ein neuer Lebensabschnitt, welcher, auch für ihn, bestimmt nicht leicht war. Seine Familie wurde, neben der Freude, auch vom Leid nicht verschont.
Wir wissen dass Andreas Nemenz immer mit seinem Heimatort Reichesdorf, mit seinem Elternhaus, mit Freunden und Anverwandten auf´s engste verbunden war, obwohl er ja in Mediasch lebte. In seinem Herzen ist er wohl immer ein Reichesdorfer geblieben.
Aus dieser Verbundenheit zu seinem Heimatort erging die Bereitschaft etwas "Bleibendes" von Reichesdorf, für die ehemaligen Reichesdorfer Bewohner zu schaffen. Hier in Deutschland, fern vom ehemaligen Heimatort, war es Andreas Nemenz, der die Erstellung eines Heimatbuches über Reichesdorf anregte und zur Vollendung brachte.
Welches wertvolle Erbe hinterlässt uns Andreas Nemenz. . . . Dafür können wir ihm, dem Verstorbenen, aber auch seiner lieben Frau Renate, welche unzählige Stunden daran mitgearbeitet hat, nicht genug danken. Er hat es verstanden Menschen für diese Arbeit zu motivieren und ein Kollektiv gegründet, viele Tage, Wochen, ja Monate seiner Freizeit geopfert um das Angestrebte zu vollenden - und das Ergebnis kann sich sehen lassen, es ist eine bleibende Erinnerung für unsere Nachkommen: "Unser Reichesdorfer Heimatbuch".
Uns bleibt die Erinnerung an einen wertvollen Menschen, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren.

In stillem Gedenken nehmen wir Abschied M.Mattes, im Namen des Vorstands


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Trauer - Anzeige für Willi Binder

geb. am 27.11.1942 in Mediasch
gest. am 28.02.2005

Unter großer Anteilnahme von Verwandten, Freunden und Bekannten, wurde er am o3 März 2oo5 in Mediasch zu Grabe getragen.
Wir sagen alle Danke, die uns in der Trauer nicht alleine ließen, die ihr Mitgefühl auf vielfältige Weise zum Ausdruck brachten und verstehen, was wir an ihm verloren haben.

In Dankbarkeit und Trauer Anna Binder sowie die Familien: Binder und Schuster


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Todes-Anzeigen 200

 

"Auferstehung ist unser Glaube
Wiedersehen unsere Hoffnung
Gedenken unsere Liebe.."

Willi Binder
*  27.11.1942 - 28.02.2005

 

Mediasch (Ehem.v.Anna Schuster-Nr.13) 

Mediasch/Rum


Margarete Kloos
* geb.Maurer 26.01.1920 - 21.04.2005

 

Hetzeldorf (Ehefr.Prof.Kloos)

Neitersen/RP


Regina Weinrich
*geb.Untch 28.19.1923 26.04.2005

 

Reichesdorf Nr.247

Aschaffenburg/BY


Nikolaus (Miklosch) Bisiok

* geb. 22.02.1923

- 15.04.2005

 

Traunreut/BY


Friedrich Sauer

* 13.08.1927

- 18.05.2005

 

Agnetheln/Rum

Heilbronn/BW

(Ehem. vo. Jinni Draser / R.131)


Ioan Bindea

* 04.06.1949

- 20.05.2005

 

Bierthälm/Rum.

Traunreut/BY

(Ehem.v.Susi Bisiok)


Martin Zillmann

22.01.1923

25.05.2005

 

Reichesdorf Nr.265/Meschen

Wiehl/NW


Simon Drotleff 

* 25.06.1927

25.07.2005

 

Reichesdorf Nr.291/Mediasch

Bad Pyrmont/NS


Anna-Sara Roth

* geb.Alzner 12.06.1922

15.08.2005

 

Reichesdof Nr. 112

Stuttgart/BW


Dipl.Ing. Andreas Nemenz

* 29.09.1929

01.10.2005

 

Reichesdof Nr. 23/Mediasch

Stuttgart/BW


Johanna Rus

* geb.Alzner 25.06.1923

04.10.2005

 

Reichesdof Nr. 151/Klausenburg

Klausenburg/Rum


Gustav Both

* 13.07.1930

13.10.2005

 

Mediasch

Kornwestheim/BW

Ehem.v.Hanni Kloos - 130


Johann Zimmer
26.02.1918 30.10.2005

 

Dolatz/Banat-Reichesdorf Nr.4

Raunheim/HE


Anna Untch
*geb.Frank 01.01.1932 17.11.2005

Reichesdorf Nr.310/C

Rimsting/BY


 (soweit bekannt)


L

In eigener Sache 

Liebe Mutter 

Mit 85 Jahren ist es wert,
Dass Du mal richtig wirst geehrt.

Nie hast Du so was zugelassen,
Und immer die Andern vorgelassen.

Versuche Deine Bescheidenheit nun abzulegen,
Nimm alle Glückwünsche mit Dank entgegen.

Und von uns Deinen vier Söhnen,
Ein Dank für unsere Mutter wird ertönen.

Du hast Dich gewunden und geplagt,
Nach Deinem Wohlbefinden hast Du nie gefragt.

Alle um Dich herum mussten zufrieden sein,
Deine Bedürfnisse waren Hingegen klein.

Hast uns geboren uns gehegt,
Hast alles uns zu Füßen gelegt.

Was wir gebraucht, um erwachsen zu werden,
Im nachhinein war es das Paradies auf Erden.

Seit wir nun eigene Kinder haben,
Können wir verstehen Dein Behagen,

Von uns fernzuhalten Leid und Verdruss,
Ohne einen Dank, weil das so sein muss.

Drum liebe Mutter hör mal her,
Was wir Dir wünschen alle vier,

Mit unsern Kindern, unsern Frauen,
Möchten wir Dir sagen im Vertrauen,

Wir danken Dir für Dein bestreben,
Uns zu bieten ein schönes Leben.

Nun tu nur noch das was Dir gefällt,
Solange Gott Dich uns erhält.

Wir versprechen für Dich dazusein,
Um Dich Deines Lebens zu erfreuen.

Deine Söhne


M

Liebe Landsleute,

Seit dem Jahre 1999 erscheinen in der Herbst/Winter-Ausgabe des Reichesdorfer Boten, die "Todesanzeigen". Für die Jahre 1970-1998 möchte ich gerne auch die in diesem Zeitraum Verstorbenen eingliedern - soweit es möglich ist. Nur mit eurer Hilfe und den Daten (soweit ihr sie aus-findig machen könnt) kann es gelingen dieses Vorhaben auch umzusetzen. Die Daten, auf die es ankommt entnehmt bitte aus den obigen Anzeigen.
Meine Anschrift:

Margareta Mattes
Wasserwerkstraße 18
30900 Wedemark
Tel.05130/4379



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Von der Landkarte verschwunden?

Wenn man eine Landkarte in die Hand nimmt, sucht man als erstes nach seinem Heimatort oder Gemeinden und Städten, die man kennt. So ging es mir auch, als ich im November nach Rumänien fuhr und mir in Arad eine detaillierte Straßenkarte kaufte. Aber Reichesdorf war nicht eingezeichnet, auch im Inhaltesverzeichnis der Orte nicht aufgeführt. Ist das Dorf vielleicht zu klein, um auf der Landkarte zu erscheinen? Aber nein, unser Nachbarort Nimesch ist eingetragen! Nun war ich schon etwas enttäuscht. Ist das nur ein Druckfehler oder ist unser Heimatort von der Landkarte verschwunden und vergessen? Ich hoffe, dass Reichesdorf noch in unseren Herzen und Erinnerungen lebt. Und vielleicht kauft ja ein Reichesdorfer demnächst mal eine Karte mit Eintrag! 

Meck


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Hallo Reichesdorfer

Viele Grüße will man schreiben;
das wird fast zur großen Plage.
Es soll bei wenigen Worten bleiben:
Wünsche frohe Weihnachtstage!
Tannen, Lametta, Kugeln und Lichter,
den Reichesdorfer Kalender und frohe Gesichter,
Freude am Schenken - das Herz wird so weit.
Ich wünsch allen: Eine fröhliche Weihnachtszeit!

Fam Maiterth aus Gütersloh

Der Kalender 2006 ist fertig.
Ihr könnt ihn wieder via Internet bestellen.
maiterth.heinrich@t-online.de
über meine Telefonnummer: 05241 40407,
Handy 0173 7010931 oder einfach mich anschreiben:

Heinrich Maiterth
Frieda-Nadig-Str. 42
33332 Gütersloh
Habt Ihr noch in Euern alten Alben rumgeblättert und ein paar schöne alte Fotos gefunden, dann schickt mir sie zu, vielleicht kann man sie in den nächsten Jahren für den Kalender gebrauchen.

Übrigens für diesen Kalender habe ich ein sehr altes Foto gefunden.
Es zeigt Zimmermannsleute beim Bau des Dachstuhls an dem Gemeindesaal (ca. 1910-1911)

Wer waren diese Zimmermannsleute?

Der Kalender kostet 10 € davon gehen 2 € von jedem gekauften Kalender
an den Reichesorfer-Booten und 2 € sind Porto.

Ich wünsche viel Spaß mit dem
Reichesdorfer Kalender 2006

Kalender Bestellen

Heinrich Maiterth / Gütersloh

 


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Mitgliedsbeitrag

Auch diesmal legen wir Überweisungsträger dem Boten bei, mit der Bitte die Mitgliedsbeiträge sowie den Beitrag für die Friedhofspflege zu überweisen.
Bitte Mitgliedsnummer (siehe Adressaufkleber) auf dem Vordruck zu vermerken.
Zur Erinnerung hier nochmals die Beiträge:

Ehepaare - Beitrag € 10,00
Friedhofspflege € 2,50

Einzelpersonen € 5,00
Friedhofspflege € 1,25

Hiermit sei nochmals darauf hingewiesen, dass, sowohl der Mitgliedsbeitrag als auch die Friedhofspflege freiwillige Beiträge sind. Landsleute die den Boten nicht mehr erhalten wollen, sollten dies bitte einem der Vorstandsmitglieder mitteilen. 

Bankverbindung:
H.O.G Reichesdorf Hans Alzner
Konto Nr. 6068365 / BLZ 69251755 Sparkasse Stockach

Banküberweisung aus dem EU Ausland:
IBAN DE48 6925 1755 0006 0683 65
Swift Bic SOLADES1STO

Euer Kassier

 


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Gedenktafel

60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges ist es uns gelungen derer zu gedenken die in den Krieg ziehen mussten oder verschleppt wurden. Ihnen Allen war es nicht mehr vergönnt ihr liebes Reichesdorf, ihre lieben Eltern, Ehepartner und Kinder wieder zu sehen.
Auf Wunsch mehrer Reichesdorfer wurde im Jahre 2004 die Erstellung einer Gedenktafel in Auftrag gegeben. Wilhelm Untch, in Mediasch wohnhaft, übernahm die Vermittlungsaufgabe. Auf Grund des Entwurfes unseres kürzlich verstorbenen Landsmannes Ing. Andreas Nemenz, fertigte Herr Polder aus Schäßburg die gewünschte Gedenktafel an. Im September wurde diese dann in der Reichesdorfer Kirche angebracht. Die Unkosten übernahm die HOG Reichesdorf.
Ein Dankeschön an Wilhelm Untch, Johann Schass und Herrn Polder.


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Arbeitsplätze in Hetzeldorf

Mit einer Investition von 138 Millionen Euro soll Rumänien einer der wichtigsten Biodieselproduzenten in Europa werden. MAN Ferrostaal, Dafora, Retter Projektmanagement und der Kreisrat Hermannstadt arbeiten an einem Projekt, das etwa 15.400 Arbeitsplätze schaffen soll, erklärten der Projektleiter Guido Retter und der Kreisratsvorsitzende Martin Bottesch am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Biodiesel wird aus Rapsöl hergestellt.
15.000 Arbeitsplätze sollen in der Landwirtschaft entstehen, da man 120.000 Hektar Land mit Raps anbauen muß. Die Investition in der Landwirtschaft soll 83 Millionen Euro betragen. Die Landwirte, die mehr als 300 Hektar Land besitzen, können Raps anbauen, erhalten dafür Rapssamen, Dünger, Dieselöl und landwirtschaftliche Maschinen. Die Kleinbesitzer können auch Produktionsgenossenschaften bilden, damit sie die gleichen Vorteile haben. Raps soll in neun Kreisen Rumäniens angebaut werden, im Kreis Hermannstadt 40.000 Hektar Land.
In Hetzeldorf soll ab Juni 2006 der Bau der Fabrik beginnen, in 18 Monaten könnte die Biodieselproduktion starten, die Investition beträgt 55 Millionen Euro. Täglich 400 Tonnen Biodiesel und 37 Tonnen Glyzerinöl (sehr beliebt in der Kosmetikindustrie) sollen in Hetzeldorf produziert werden, 400 Angestellte werden in der Fabrik gebraucht. Der Biodiesel soll in Rumänien verkauft werden, mit OMV gab es bereits die ersten Gespräche für die Abnahme des Produktes, so Retter. MAN versichert aber, daß auf jeden Fall die ganze Produktion übernommen wird. Mit dem EU-Beitritt Rumäniens werden auch die Umweltschutzgesetze verschärft, so daß Biodiesel eine gute Alternative für das klassischen Dieselöl ist.
Zur Zeit hoffen die Projektleiter auf eine 25-30 prozentige Unterstützung von der EU, das Projekt hängt aber nicht davon ab. (Ruxandra STANESCU)

Hermannstädter Zeitung Nr. 1956/25. November 2005

 


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Im Internet gefunden

Unsere Partnerschaften
Reichesdorf/ Rumänien
Derzeit unterhalten wir eine Partnerschaft mit der Ev. Kgm. Reichesdorf/Rumänien und eine Patenschaft mit der Dystrophiestation des Kinderkrankenhauses in Temesvar/Rumänien.
Herr Dwornicki, Frau Mester-Niehoff und Herr Meyndt waren dort in der ersten Oktoberwoche 2003 zu Besuch. Hier ihr Bericht:
In der Abteilung "Distrophia" des Krankenhauses werden derzeit ca. 60 von ihren Eltern verlassene und ausgesetzte Kinder im Alter von bis zu 3 Jahren wegen Unterernährung behandelt. Obwohl am Gebäude des Krankenhauses und in der Einrichtung deutliche Verbesserungen durch die Hilfe unserer Gemeinde und die engagierte Arbeit von Herrn Meyndt positiv zu bemerken sind, ist die Lage der Kinder dort trostlos. Ihnen fehlt es an menschlicher Zuwendung und Wärme. Das freundliche Personal ist zahlenmäßig gering und hiervon überfordert. Bis zum Beitritt Rumäniens in die EG (2007???) können keine Kinder mehr in EG-Länder zur Adoption vermittelt werden. Wer Älter als 3 Jahre ist kommt in staatliche Horte und Heime. Doch dort sind "die weggeworfenen Kinder von Temeswar" hoffnungslos benachteiligt, hospitalisiert, verhaltensgestört. Wir werden viel Phantasie und Hilfe brauchen, um die Dinge weiter zu verbessern.
Am 5. Oktober kamen in Reichesdorf ca. 300 evangelische Christen Siebenbürgens aus dem Kirchenkreis Mediasch zum Erntedank-Gemeindefest zusammen. Gemeinsam feierten wir einen festlichen Gottesdienst mit Anspiel von Jugendlichen und Chor in der wunderschönen Kirche. Pfr. Dwornicki überbrachte die Grüße der Partnergemeinde. Die kirchlichen Verhältnisse dort haben sich auf Kirchenkreisebene weitgehend stabilisiert. Ein tolles Team von 4 Pfarrer/innen betreut die Stadt Mediasch und weitere 46(!!!) Dörfer. In Reichesdorf jedoch ist die Gemeinde bis auf 7 ev. Menschen "ausgestorben". Das Kuratorenehepaar Schaas versieht dort zusammen mit der Küsterin einen unermüdlichen, aber trostlosen Dienst. Wir haben von dort herzliche Grüße und die Freude darüber mitgebracht, dass sie als Brüder und Schwestern in Christus nicht vergessen sind.


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Bauernhof Casa Noah

Idyllisch gelegener Bauernhof auch für größere Gruppen. Totale Entspannung, ruhe, Natur, Familienfreundlich mit Brunnen und großer Feuerstelle
Scheune & auf Wunsch Häschen

Bauernhof   Casa Noah, Str. Principala Nr. 92
3146   Reichesdorf / Biertan, Rumänien

 

 

 


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Überschlag beim ADAC - Elchtest

 Ein Dacia Logan hat sich während eines als "Elchtest" bekannt gewordenen Fahrdynamik-Tests des ADAC überschlagen. Das rumänische Billig-Auto scheiterte beim Ausweichmanöver.


Fahrzeug überschlug sich bei 65 Stundenkilometern
Die unter dem Begriff "Elchtest" bekannte Prüfung war vom ADAC in Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen vorgenommen worden.

Keine gute Figur hat dabei ein Dacia Logan ge-

macht: Während eines Fahrdynamik-Tests des ADAC sollte das rumänische Billig-Auto ein Ausweichmanöver bei einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern absolvieren. Dabei hatte sich das Fahrzeug überschlagen, teilte der Automobilclub in München mit.


Anzeigeschluss 31. März und 31. Oktober

 


1. Vorsitzender: Werner Meyndt   82515 Wolfratshausen  Tel 08171/20228 
 Kassier: Hans Alzner 78333 Stockach Tel 07771/61563
Schriftführer:  Margareta Mattes  30900 Wedemark - Elze   Tel 05130/4379
Herausgeber des Boten:  Werner Meyndt 82515 Wolfratshausen  werner.meyndt@reichesdorf.de 
Internet Hans-Christian Hienz  91550 Dinkelsbühl webmaster@reichesdorf.de


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