titel

Reichesdorfer Bote

    Jahrgang 20, Ausgabe 34                                                                                                         April 2006  

 


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Zum Muttertag
Das Zauberwort
50-Jähriges Konfirmanden- Jubiläum
"Unsere" Martha - Tante

Wie es früher war

Ein Winzerdorf zwischen Winter & Frühling
Unsere Jubilare - 2006
Hallo Reichesdorfer
Kleiner Rückblick in die kalte Jahreszeit
Suchanzeige


a

Zum Muttertag
Ich seh deine Hände

Ich seh deine Hände den Brotteig kneten,
ich seh deine Hände am Abend beim Beten.
Ich seh sie am Webstuhl die Fäden zählen
und das Garn für den roten Streifen wählen.
Ich seh sie am Brunnen die Wäsche winden
und am sonnigen Acker die Garbe binden.
Ich seh deine Hände den Erntesack flicken
und im Alter dann fleißig beim Kreuzstichsticken.
Ich seh deine Hände die Traube schneiden
und damals auch mein Püppchen kleiden.
Ich seh deine Hände mein Butterbrot richten,
die Wäsche in die Schränke schlichten.
Ich seh sie Brot an die Armen verteilen
und d i e mit vollen Schürzen eilen.
Ich seh deine Hände den Boden fegen
und frisches Holz auf´s Feuer legen:
In seinem Schein von deiner Hand
Schattentierlein an der Wand - - -

Ich seh deine Hände, die nun ruhn
Und dank deinen Händen für all ihr Tun.

17.April 93 Hanni Leonhardt (geb.Stolz)
   


b

Das Zauberwort

Das Haar wird grau, die Zeit geht hin
ein Wort jedoch bleibt mir im Sinn;
ein Name weich und sehnsuchtsvoll,
süß wie Musik in Dur und Moll.
Von einem Ort so fern und klein,
ich wünsch` vergebens dort zu sein.
Doch wenn ich dieses Wort mir sag,
verwandelt sich mein ganzer Tag
in ein Gemälde voller Licht,
das sich in tiefen Wassern bricht,
das warm durch dunkle Wälder rinnt
und einer Landschaft Anmut spinnt.
Die Heimat war`s die mir erstand:
geliebtes und verlorenes Land.
Wie oft im langen Weltenlauf,
zog über dir ein „Wetter“ auf.
Das letzte trieb uns grausam fort,
als Trost blieb mir das Zauberwort.

(Verfasser unbekannt) Zugeschickt von Regina Miild USA. Jubilarin 2006-70 Jhare


c

50 -Jähriges Konfirmanden Jubiläum

Christus spricht: "Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht" (Joh.15,5). Dieses sind geschriebene Wörter die auf meiner Konfirmationsurkunde stehen. Doch unser Heiland spricht am Anfang dieses 5. Verses die Worte: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben" und am Ende lautet es dann noch: " denn ohne mich könnt ihr nichts tun".
Liebe Reichesdorferinnen und Reichesdorfer, aber auch andere Gotteskinder die diese Zeilen lesen werden, ihr bemerkt es ja gleich, daß diese Wörter ganz bekannte und doch so besinnliche Wörter sind, welche schließlich und endlich als Konfirmationsspruch auch auf deinem Konfirmationsschein möglicherweise stehen. Solch einen ähnlichen vertrauensvollen Spruch aus der Bibel, dem Buch der Bücher, hat jede und jeder von uns Konfirmanden aus Reichesdorf, am 12 August1956, auf seiner Konfirmationsurkunde fürs Leben mitbekommen.
Mit diesem notwendigen Vertrauen in die auserwählten Konfirmationssprüche starteten wir jeder und jede seinen eigenen Lebensweg, ohne sei-ne Unebenheiten zu vermuten und zu wissen wohin er uns führt. Alle hatten wir Wünsche und Träume jede Menge, aber nicht alle gingen in Erfüllung. Es war vielleicht das erste auf christ
licher Basis stützende und von uns angenommene Vertrauen in diese Sprüche, die uns Kraft in der Not gaben wie das alltägliche Brot. Ausdauer, Vertrauen Geduld und Glauben war nötig. Wir haben nicht zurückgewichen. In unserem Glauben fest haben wir jeder und jede von uns seine Lebensstationen bis auf den heutigen Tag bestanden.
Unser Konfirmandenunterricht wurde, will ich erinnern, vom jungen Pfarrer Otto Reich, welcher aus Hermannstadt kam und Verwandte in Reichesdorf hatte, mit viel Spaß zu unserer Freude gestaltet. Er war der geistige Mann, der uns als Erster die sogenannte deutsche Schriftart mit Geduld beibrachte, die unsere Eltern damals noch anwendeten. Wir danken Ihm nochmals nachträglich für seine erwiesene Mühe, für die lebens-notwendige christliche Einstellung die er uns beigebracht hat .
Nach alten Sitten und Bräuchen wurde vor Kirchgang zum Hauptgottesdienst am Konfirmationstag bei unseren Eltern und konfirmierten Geschwistern, Paten und Patinnen, bei Onkeln und Tanten, um Verzeihung der eventuellen begangenen Fehler oder Kränkungen gebeten. In der Kirche , vor der versammelten Gemeinde mußten wir Zeugnis der im Konfirmandenunterricht angeeigneten Religionskenntnissen ablegen. Unsere zarten Stimmen kamen manchmal knapp zum versagen, denn es war für jeden und jede von uns das erste ernste öffentliche Auftreten. Der 12 August 1956 war der Tag an welchem unsere Eltern, Paten und Patinnen das an uns vollzogene Taufversprechen bestätigten, und es mit unserem persönlichen Einverständnis entschieden bekräftigten. "Ja, mit Gottes Hilfe" lautete unsere zweimal eindeutige, aus innerer freiwilligen Überzeugung bewußte, klare gegebene Antwort auf die von unserem konfirmierenden Pfarrer Otto Reich gestellten Fragen bezüglich unseres christlichen Glaubens und christlichen Lebens. Unserer Einsegnung im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und dem ersten Heiligen Abendmahl, gefeiert zusammen mit unseren Eltern, konfirmierten Geschwistern, Paten und Patinnen, folgte das Ausgangslied des Gottesdienstes unserer Konfirmation . Und von da an waren wir als wahlberechtigte und erwachsene Mitglieder der Kirchengemeinde Reichesdorf anerkannt.
Nun durften, nach Statuten der Bruder- und Schwesterschaft, wir, die "frischgebackenen" Konfirmanden das Jugendleben auch bis in spätere Abendstunden mitgestalten und genießen. Was die Kirchenordung anbetrifft, so platzierten sich während des Gottesdienstes die Jungen nun auf der Burschenempore und die Mädchen in ihrer Tracht auf den Bänken vor dem Altar. Erinnert euch doch, es gab den Begrüßungsabend zwischen den
Neukonfirmanden und der älteren Jugenschaar. Es war der erste Sonntagabend nach der Konfirmation. Das war ein aufregender Abend für jeden Konfirmanden. Oder..?

Liebe goldene Konfirmanden!
In diesem Jahr erfüllen sich 50 Jahre seitdem wir als Konfirmanden eingesegnet wurden. Eine
vergangene Zeit die viele einschneidende Veränderung mit sich brachte, in Reichesdorf, dort wo jeder und jede von uns sein zu Hause hat und nicht zuletzt überall auf der Welt. Neben bekannten Menschen ist eine neue Generation herangewachsen. Wir wollen in diesem Jahr noch einmal unsere Konfirmation bekräftigen. Die Winde haben uns so stark verstreut und jeder und jede hatte gewiss sein persönliches Schicksal , doch kaum wissen wir einer vom anderen was er miterlebt und durchgehalten hat. Gedenken wir im Stillen auch unseren Mitkonfirmanden die nicht mehr unter uns sind.
Entscheidend sind in diesem Jahr nicht die vielen und großen Veränderungen, sondern wir wollen unser Bekenntnis zu Jesus Christus erneuern und nochmals bekräftigen.
Er bleibt für uns zu aller Zeit derselbe, ohne ihn können wir nichts anfangen. Das ist die köstlichste und wunderbarste Frucht unseres Lebens. So bleiben wir Reben die Frucht bringen am Weinstock Jesu Christi. Von ihm dürfen wir uns getragen wissen auch in den Schwächen unseres Lebens, aber auch in der Zeit die vor uns liegt. Gebe unser Heiland, daß jede und jeder von uns goldenen Konfirmanden auch weiterhin von der Kraft seines Konfirmationsspruches begleitet werde. So wollen wir jeder und jede von uns, und täten wir es auch nicht zusammen so wie einst vor 50 Jahren, doch wieder einmal, wo immer wir uns zu Hause fühlen, uns einladen lassen an den Tisch des Herren, zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heils, in Erinnerung an den Tag des 12 August 1956 in Reichesdorf. Von ihm unserem Allmächtigen dürfen wir schöpfen die wahre nötige Lebenskraft für unsere Zukunft. Lassen wir uns wandeln in der Lebenswelt unseres Herrn, denn er schenkt uns volle Zuversicht.
Die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Reichesdorf die am 12. August 2006 ihre goldene Konfirmation feiern sind auf den zwei Fotos zu sehen.

Die Namen der Konfirmanden des Jahrganges 1942
(1941) von links nach rechts sind :

1.Reihe: Johanna Alzner (?), Johanna Kloos (361), Gerlinde Salmen (7), Hertha Fabritius (358), Anna Schneider (147);
2.Reihe: Anna Nemenz (85), Anna Untch (367), Gredi Drot-leff (149), Anna Hügel (154), Margarethe Drotleff (148), Gud-run Melas (10);






1.Reihe: Karl Drotleff (19), Andreas Waffenschmidt (80), Hans-Paul Schaas (16), Heinrich Herberth (269), Egon Alzner (117), Heinrich Waffenschmidt(302);
2.Reihe: Wilhelm Greger (225), Wilhelm Untch (293), Georg Bardon (30), Julius Bahmüller (? ), Samuel Schlosser (353).

Ich möchte auf diesem Wege alle Jubilaren und zugleich alle Reichesdorfer herzlich grüßen, die beste Gesundheit, Frohsinn und Zufriedenheit, viel Glück und Ihnen Gottes Segen wünschen.

Ihr Wilhelm Untch (Reichesdorf, 293) Mediasch / Reichesdorf (293) 27 Februar 2006


d

"Unsere" Martha-Tante

Am 4. April 2006 wurde unsere Martha-Tante (Frau Martha Eberle aus Nussbach – ehemals Kindergärtnerin in Reichesdorf) 100 Jahre: in körperlicher und geistiger Frische, wie es in der Siebenbürger Zeitung vom 31. März 2oo6 steht. Seit einem Jahr hat sie ihre eigene Wohnung aufgegeben und lebt in einem Senioren-Heim in Beverungen, wo sie von ihrer Schwester, Frau Luise Guscht und deren Anverwandtschaft liebevoll umsorgt wird.
Zum ehrenwürdigen Geburtstag möchten auch wir uns, den vielen Gratulanten, mit herzlichen Glück- und Segenswünschen anschließen, und der Jubilarin noch viele schöne Geburtstagsfeiern, im Kreise ihrer lieben Familie, wünschen.

Der Vorstand

Dieses Foto, Anfang der 30-er Jahre, zeigt unsere Martha-Tante inmitten ihrer Zöglinge, die etwa 10 – 15 Jahre später, fast ausnahmslos, weltweit durch die Wirren des 2. Weltkriegs verstreut wurden (die Jungs als Soldaten an die Front und die Mädchen zur Zwangsarbeit in die Russland-Deportation). Viele werden sich, beim Anblick dieses Fotos, an die wunderschönen sorglosen Tage im Kindergarten erinnern, an Martha-Tante und die beiden Helferinnen: Regina Fröhlich, verh. Weinrich (Birthälm) und Katharina Schaas, die heute in Essingen lebt.

  M.Mattes


e

Wie es früher war

Eine Postkarte mit Selbstfoto aus dem "1.Weltkrieg"-aus einem Album:

Frau Anna Alzner 280 Reichesdorf u.p. Beretholom Nagykükulomegy
Stempel- K.u.K.Feldpostamt 298       28.05.18
K.u.K.INF.REGT.NR.31

I.R.Fassungstruppe Feldpost 298

Liebe Schwester. Deinen Brief vom 20. habe ich erhalten, besten Dank dafür. Wie wir den schweren Marsch hatten, haben wir wieder ein paar Tage Ruhe gehabt. Marzi hätte meine Arbeit leicht machen können. Gesund bin ich, Gott sei dank, welche Gesundheit ich euch auch allen wünsche. Herzlichen Gruß von deinem Bruder Stefan.

Anmerkung: Stefan Untch geb. 18.07.1886 (Reichesdorf Nr.78) gest.04.08.1935-infolge eines tragischen Unfalls bei der Ernte. Verwaist aus dem "1.Weltkrieg" (1914-1918)

Gruppenbild um 1916/1917 : Anna Alzner, geb. Untch, Reichesdorf Nr.103-26 Jahre alt. Sohn Martin Alzner, 5 Jahre alt, Reichesdorf Nr.310 (USA), Tochter Anna-Margareta Untch, 3 Jahre alt, Reichesdorf Nr.292 (Wedemark), und Schwester Sofia Nemenz, geb. Untch, 24 Jahre alt, Reichesdorf Nr.291.

Ein Gruppenbild Anfang der 30-er Jahre:
v.l. Martin Kloos 310, Peter Kloos 106, Martin Fröhlich 95, Martin Alzner 310,Andreas Hienz 243, ein Unbekannter?, Johann Hügel 281.Wer etwas über dieses Bild erzählen kann, möge sich bitte melden.(z.B. wer ist der Unbekannte? Wem gehört das Auto? In welchem Zusammenhang (Begebenheit) entstand das Foto?) – Meine Anschrift steht in jedem „R.B.“ auf der letzten Seite.

M.Mattes


 f

Ein Winzerdorf zwischen Winter und Frühling
Von Renate Schmitz

Halb acht Uhr früh, n einem Samstagmorgen Ende Februar – es ist noch halbdunkel -, warten wir auf dem Autohof von Mediasch auf die Abfahrt des Busses nach Reichesdorf. Die Arbeiter, die aus der Nachtschicht kommen, sind müde und dementsprechend still. Da wartet aber noch eine Gruppe festlich gekleideter Leute, die sich lebhaft unterhalten. Wohin die wohl zu so früher Stunde fahren? Die Antwort erhalten wir auf der Fahrt: In Reichesdorf wird heute Hochzeit gefeiert. Die aus Ighisul-Nou kommenden Gäste freuen sich vor allem auf den guten Wein. Zur Hochzeit sind 300 Gäste geladen. Das ist sehr viel, wenn man bedenkt, dass das Dorf 1304 Einwohner zählt.
Nach einstündiger Fahrt sind wir da. Zwischen den Weinbergen, im Tal, liegt das Dorf und scheint noch zu schlafen. Aber der Eindruck täuscht. Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft und der Staatliche Landwirtschaftsbetrieb haben schon längst ihren Arbeitstag begonnen. Die 45 Prozent des Plans an Fleisch und Milch der Gemeinde Birthälm (dazu gehören die Dörfer Groß Kopisch und Reichesdorf), die von Reichesdorf erstellt werden, wollen erarbeitet sein. Und dieses Jahr will man um 5oo Hektoliter mehr Milch als vorgesehen liefern. Außerdem muss der Ackerboden, wenn die Fläche auch verhältnismäßig klein ist (1369 Hektar), für die Frühjahrsarbeiten vorbereitet werden. Der lehmige, schwere Boden wird mit Untergrundpflügen aufgelockert. Der Weizenplan soll dieses Jahr um 20 Tonnen überboten werden, und der für Zuckerrüben um 100 Tonnen, sagt uns Horst Meyndt, der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde. Selbstverständlich interessiert uns einiges über den Weinbau. Die alten Weingärten, die sich über eine Fläche von über 150 Hektar erstrecken, sind vor 15 Jahren erneuert worden. „Beginnend mit diesem Jahr werden Modernisierungsarbeiten im Werte von 4,5 Millionen Lei vorgenommen“, erklärt uns Horst Meyndt, „dabei werden die fehlenden Weinstöcke ersetzt und alle Reben gehoben. Das Erneuerungsprogramm erstreckt sich auf drei Jahre.“
Man sieht: Die Reichesdorfer tun viel dafür, dass reiche Traubenernten und gute Weine erzielt werden. Nebenbei haben alle einen Teil ihres eigenen Gartens mit Reben bepflanzt und somit im Keller einen guten Tropfen Wein.
Die Reichesdorfer waren immer schon fleißige Leute und gute Wirte. In diesem Zusammenhang kommen wir mit Samuel Kloos, einem Kenner der Ortsgeschichte, auf den Namen des Dorfes zu sprechen. Es ist tatsächlich ein „reiches“ Dorf. Jedoch der erste urkundliche Nachweis aus dem Jahre 1283 lautet „Villa Richvini“. Und das bedeutet: Das Landhaus oder der Bauernhof des Richwin und wird vom althochdeutschen Personennamen Richwin abgeleitet. Ein Abbild dieses „Bauernhofes“ ist wohl jede kleine Wirtschaft des Dorfes. Dabei ist es überflüssig zu erwähnen, dass diese Wirtschaften in den letzten Jahren mit Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen elektrischen Haushaltsgeräten ausgestattet wurden. Auch fehlt in keinem Haus ein Radio- oder Fernsehapparat. Ihre Antennen stehen auf den spit-zen Dächern der alten sächsischen Gebäude.
Zu den alten Bauten des Dorfes gehört auch die Schule, die 1888 errichtet wurde und auch heute dem gleichen Zweck dient. Die 77 Kinder der Klassen eins bis vier (40 in rumänischen und 37 in deutschen) sind gut untergebracht und werden von je zwei Lehrkräften betreut.
Nicht nur zum Lernen, sondern auch zu kulturellen Veranstaltungen und zu Pionieraktivitäten ziehen Erna Kloos und Traute Wegendt die Kinder heran. Sie lernen unter anderem Gedichte und Lieder für die Feier zum 8.März; die Tanzgruppe bereitet einen Tanz vor. Die Begeisterung der Kleinen muss uns aber nicht verwundern: sie haben in den Grossen ein gutes Beispiel Wie schmunzelt doch jeder, der sich an das Lustspiel „Die alte Kommode“ erinnert, das im Herbst von der Theatergruppe unter der Leitung von Sofia Lassner, Heidemarie Stolz und Anni Fröhlich (die beiden letztgenannten spielen auch selbst mit) aufgeführt wurde. „An solchen Abenden, wenn was los ist, trifft sich das ganze Dorf im Kulturhaus. Gern gesehen sind vor allem die Jugendlichen, die über 120 Pendler, die während der Woche nach Mediasch und in andere, nahe gelegene Ortschaften zur Arbeit fahren. Jetzt wird ein Bändertanz einstudiert, mit dem die Tanzgruppe sich zur zweiten Phase des Landesfestivals“Cintarea Romaniei“ stellen will, erfahren wir von Erna Kloos.
(Leider hört hier der Bericht auf – er erstreckt sich über eine DIN A-4 Seite, mehr hat der Kopierer nicht erfasst. Viele von uns haben die Zeit über die so überschwänglich berichtet wird miterlebt – war es denn wirklich so....?)
Aus den von Heinrich Bruckner gesammelten Zeitungsberichten:



"Neuer Weg" Ausgabe März 1978, M.Mattes


g

Unsere-Jubilare 2006

"Gott gebe dir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst; den Mut, Dinge zu ändern, die du ändern kannst; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." 

Verfasser unbekannt

In diesem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum:

                       70.ten Geburtstag

 

Regina Alznergeb.Nemenz

19.09.36

USA
Katharina Alzner, geb. Kloss

28.05.36

Crailsheim
Friedrich Bodendorfer (Bierthälm)

10.12.36

Kornwestheim
Anna Drotleff, geb.Friedsmann (Almen)

14.12.36

Nordheim
Andreas Greger

25.11.36

USA
Johanna Greger, geb. Drotleff

21.12.36

Dorsten
Hermann Maiterth (Nimesch) 30.08.36 Freudenberg
Regina Mild, geb. Alzner 05.12.36 USA
Anna Müller, geb. Hügel 28.09.36 Böhmenkirch
Renate Nemenz, geb. Kuchar (Mediasch) 24.06.36 Stuttgart
Paul Pinnes 23.01.36 Klausenburg (Rum)
Regina Roth, geb. Hügel 21.03.36 Cleebronn
Katharina Schlosser (44) 21.12.36 München
Johann Simonis 06.07.36 Mössingen

75.ten Geburtstag

Andreas Alzner

25.01.31

USA
Regina Greger, geb. Hienz

23.08.31

Lauffen a.N.
Andreas Herberth

22.10.31

Jembke
Gustav Lang

10.04.31

Geretsried
Anna Schaas, geb.Drotleff

02.09.31

Gütersloh
Martin Stolz 28.11.31 Sindelfingen

80.ten Geburtstag

Gustav Bardon (Tobsdorf)

14.10.26

Wiehl

Ernst Drotleff

1908.26

Ohringen

Christian Gärtner

19.12.26

Fulda

Erna Kloos, geb. Wachsmann (Biethälm)

29.03.26

Hermannstadt

Regina Lang, geb. Nemenz 01.01.26 Gütersloh
Meelgard Anna, geb. Untch (118) 13.09.26 USA
Anna Nemenz, geb.Fritsch (Arkeden) 18.04.26 Gummersbach
Anna Schebesch (Daten unbekannt) 27.10.26 Karlsruhe
Lieselotte Ungar (Ff.a.Main) 01.02.26 Offenbach
Johann Waffenschmidt 03.10.26 Schwieberdingen
Andreas Weinrich 27.08.26 Aschaffenburg

85.ten Geburtstag

Anna Dornhofer, geb.Draser 25.10.21 Kanada
Regina Ganea, geb. Bruckner 16.09.21 Schöntal
Regina Greger, geb.Herberth 21.08.21 Wolfsburg
Erika Kämpfer, geb.Herberth (Pfarrerstochter) 31.07.21 Heilbronn
Johanna Martini, geb.Kloos 16.12.21 Drabenderhöhe
Johanna Nemenz, geb. Untch 09.03.21 Bad Nauheim
Lorenz Nemenz 14.12.21 Kassel
Eduard Theiss (Mediasch) 07.05.21 Rastatt
Anna Untch, geb. Drotleff 05.11.21 Traunreut

90.ten Geburtstag und mehr

Peter Alzner 21.02.16 München
Regina Alzner, geb.Drotleff 26.01.15 USA
Anna Pinnes, geb.Löw 04.01.15 Coburg
Katharina Bruckner, geb.Löw 08.03.15 Dinkelsbühl
Else Herberth (Pfarrerstochter u.Prof.) 10.05.15 Heilbronn
Katharina Schaas 16.09.14 Essingen
Anna Alzner, geb. Pinnes 14.12.14 Neuss
Anna Schaas, geb.Alzner 17.01.13 Essingen
Martin Fernengel 03.03,12 Kanada
Anna Hügel, geb.Alzner 27.12.12 Bietigheim

-Soweit bekannt - M.Mattes

Liebe Reichesdorfer, sollten Daten falsch sein, oder jemand nicht erfasst sein, ruft mich bitte an, unter Tel.Nr.0513o/4379. Mir fehlen viele Geburtsdaten ab Jahrgang 1937, 1938, usw. es würde mich freuen wenn ihr euch diesbezüglich bei mir telefonisch oder schriftlich melden würdet. Auch fehlen Anschriften von ehemaligen Reichesdorfern, z.B. Martin Fernengel jun, Kanada, Margarete Simonis, Samuel Schlosser, Grete Schlosser, Johanna Pries-ter (Bunacale), Johann Herberth und Martin Alzner (Zeckesch), um nur einige zu nennen. Es können sich auch nicht betroffene melden die darüber Auskunft geben können. Herzlichen Dank, M.Mattes


h

Hallo Reichesdorfer!

28. Mai dieses Jahres werden wir die Gedenktafel einweihen. Es würde uns freuen in unserer Mitte auch Reichesdorfer aus Deutschland zu haben. Si-cher ist diese Nachricht für viele zu kurz an der Zeit. Doch Überraschungen sind immer die gelun-gensten Begegnungen. Die Partnergemeinde Ber-gisch Gladbach hat zugesagt und überbringt uns mit dieser Gelegenheit einen neuen Beitrag für den Burghüterdienst. Seit dem Herbst haben wir näm-lich somit weiter für die Aufrechterhaltung der Pfarrer-wohnung und des Kirchengebäudes gesorgt zu ha-ben. Es würde uns freuen wenn die feierliche Ein-weihung unserer Gedenktafel mit einleitendem Got-tesdienst und Chorbegleitung aus Mediasch, gefolgt von einem kleinen Gemeindefest mit musikalischer Unterhaltung der Probstdorfer Blasmusik und Schäßburger Tanzgruppe, unterm Zelt im Saalhof, stattfinden könnte. Doch für solch einen feierlichen Tag der Einweihung unserer Gedenktafel würden wir für eine kleine Spende dankbar sein.

Ihr Wilhelm Untch


i

Kleiner Rückblick in die Kalte Jahreszeit 2006


Faschingswochenende war in diesem Jahr
vom 24. bis 27. Februar.
Drum lud uns Hari, groß und klein,
zum Reichesdorfer Skitreffen ein.
Wir suchten gar hurtig uns anzumelden, doch zuletzt
wurde leider so mancher aus Platzgründen versetzt.
Denn: in „unsere“ Hütte auf der Sattelalm, der Grund allein,
passen genau dreiundfünfzig Leute rein.
(Wer daheim musste bleiben, das ist klar,
der kommt bestimmt im nächsten Jahr!)

Am Freitag reisten wir also an
In Gries am Brenner, Österreich- das Abenteuer begann.
Der Lift zur Hütte war geschlossen! Also ab das Gepäck, die Erwachsenen und die Kinder,
die Skier und Schlitten mit dem Bus nach oben, durch den weißesten Winter!
Durchgerüttelt und mit viel Gepäck mühsam angekommen,
wurden wir von „Heinzelmännchen“ aufs Herzlichste in Empfang genommen-
geräucherte Wurst, Grieben, Brot,
sogar Bier und Likör kredenzte man uns, das beendete die Not.
Einige wollten sofort auf die Piste-
sprangen auf ihre Skier und stillten ihre Schneegelüste.
Andere wiederum ließen es langsamer angehen
und plauderten miteinander, man hatte sich halt lang nicht gesehen.



Nach Erstürmen der Hütte, wie das übliche ist,
wurde natürlich wieder unsere Reichesdorfer Flagge gehisst!



Wir belagerten Schlafstätten, Küche, Kammer, Speisesaal.
Es war herrlich- kleine und große Reichesdorfer überall!
Es wurde gefeiert, erzählt, gelacht,
sogar die Kinder blieben wach bis spät in der Nacht!

Für unsere Skihasen bot sich Samstag und Sonntag die Gelegenheit
uns Laien ihre Künste auf der Piste zu zeigen, zum Üben hatten sie acht Jahre schon Zeit!
Und wem das Skifahren zu kompliziert war,
der nahm den Schlitten, oder kochte Kaffee für die ganze Schar!

Etwas ruhiger in diesem Jahr, unsere Faschingsparty war.
Für 2007, man sei gespannt, was fürs 10-jährige Jubiläum wird geplant.
Doch nicht ignorieren sollt ich unsere Jubilare!
Wer treu war dem Treffen für fünf Jahre,
erhielt von Meck und Hari, es war ihnen ein Muss,
eine Urkunde; wir Mädchen bekamen auch einen Kuss.
Die kleine Johanna Hügel bekam der Küsschen zwei-
fünf Jahre ist sie jung und zum fünften Mal dabei!

Ach ja, bevor ich es vergess, hier unsere

Speisekarte Skiwochenende 2006
Räucherwurst, Grieben- Deftiges aus dem Hause Brigitte und Dietmar Schaas

Gulaschsuppe- in liebevoller Detailarbeit von Peter Untch gezaubertes Eintopfgericht

Schmalzbrot an roten Zwiebeln- ein „Gedicht“ mit Tradition, komponiert von Walter Alzner,
Hans Hügel samt Küchenhelfern

Gegrilltes Holzfleisch, Bratkartoffeln und saure Gurken-
vom Männerteam bei Minusgraden kreiert

Spanferkel garniert mit Kartoffelpüree und Rot-kraut- vorbereitet von den Hobbyköchen
Ernst Weinrich, Gustav Hügel, Anni Mattes und Heinzelmännchen

Salzstangen, Hefehörnchen mit Füllungen jeglicher Art und Kuchen
brauchte man hier auch nicht lange suchen;
Wein, Likör, Sekt- jeder hatte an etwas gedacht
und zum Wohle aller mitgebracht.

Drum will ich schon mal DANKE sagen,
all denen, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen!
Wenn unsere Gemeinschaft so bleibt bestehen
werden wir uns auch in vielen Jahren zum
„Reichesdorfer Skiwochenende“ sehen!
Zum Schluss noch Dankesworte an diejenigen von uns, die sich in besonderer Weise an der
Organisation des Treffens eingebracht haben: Walter und Hans-Bernd Alzner (Einkauf und Transport der Lebensmittel), Ernst Weinrich ( Einkauf Spanferkel), Peter Untch (Gulaschsuppenkoch), WernerMeyndt ( DJ-Musik), Dietmar Schaas ( Räucherwurst, Grieben- selbstgemacht).
Mein extra DANKE, ich spreche gern im Namen
aller Skiwochenendeteilnehmer, gilt der Familie
Hügel. Sie haben, trotz Abschiednehmen müssen vom Vater, uns nicht uns selbst überlassen. Anne und Gustav- sie haben wieder an die Kinder gedacht und sie zum Leuchten gebracht mit Knicklichtern und blinkenden „Broschen“; und last but not least Hari Hügel- mit unzähligen Kästen Bier, diversen Limonaden und überhaupt der Gesamtregie hat uns bewiesen, dass wir jederzeit auf ihn zählen können.
Lieber Hari, wir freuen uns auf 2007!

Susanna Riemesch ( geb. Wachsmann)


j

Suchanzeige

Hallo Herr Werner Meyndt,

Wohne ich in Sarasota, Florida. Meine Großeltern waren Sachens. Mein Großvater, Martin Untch, war von Reichesdorf. Meine Schwester und ich besuch-ten Reichesdorf letztes Jahr. Wir sprachen mit Wil-helm Untch. Er tat Forschung auf meiner Familie. Er sagte, daß ich schreiben sollte Ihnen. Sie konn-ten mir helfen, Adressen für meine Relationen in Deutschland zu erhalten. Ich hoffe, daß Sie diese Übersetzung verstehen können. Selbstverständlich ist Englisch meine Sprache. Schreiben Sie mir bitte. Ich habe Familiennamen von Wilhem Untch. Er ging zur Schule mit meinem Verwandten, Anna Schneider. Er sprach mit einem anderen Verwand-ten, Carmen (Untch) Marti Homm.

Vielen Dank, Brenda

Hallo, Simon Drotleff und Martin Kloos Namen sind auf Taufebescheinigung mein Mutter 1913 im Alliance, Ohio.
Brenda


Anzeigeschluss 31. März und 31. Oktober


1. Vorsitzender: Werner Meyndt   82515 Wolfratshausen  Tel 08171/20228 
 Kassier: Hans Alzner 78333 Stockach Tel 07771/61563
Schriftführer:  Margareta Mattes  30900 Wedemark - Elze   Tel 05130/4379
Herausgeber des Boten:  Werner Meyndt 82515 Wolfratshausen  werner.meyndt@reichesdorf.de 
Internet Hans-Christian Hienz  91550 Dinkelsbühl webmaster@reichesdorf.de


© 2001 Powered & Design by hienz.de
Copyright by Heimatortsgemeinschaft Reichesdorf