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Reichesdorfer Bote

    Jahrgang 21, Ausgabe 36                                                                                                         April 2007  

 


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Zum Muttertag
Unsere Jubilare -2007
Abschied von Johanna Leonhardt
Dort im Siebenbürgenland

Wie es früher war

Unsere Kindheit in Reichesdorf
Im Internet gefunden
V. Schäßburg nach Mediasch in vier Tagen
Die Regierung König Belas IV
Extrablatt -Der Reichesdorfer Skihasen



a

Zum Muttertag – ein Lied

Muttersprache, Mutterlaut,
wie so wonnesam so traut,
erstes Wort das mir erschallet,
süßes erstes, liebes Wort,
erster Ton den ich gelallet
/: klingest ewig in mir fort:/
Ach wie trüb ist´s meinem Sinn
wenn ich in der Fremde bin,
wenn ich fremde Zungen üben,
fremde Worte brauchen muß,
die ich nimmermehr kann lieben
/: die nicht klingen wie ein Gruß:/
Überall weht Gottes Hauch,
heilig ist wohl jeder Brauch,
aber soll ich beten, danken
geb´ ich meine Liebe kund,
meine seligsten Gedanken
/:sprech` ich wie der Mutter Mund:/
   


b

Unsere-Jubilare 2007

"Zähle wie die Sonnenuhr, alle schönen Stunden nur." 

 

In diesem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum:

                       70.ten Geburtstag

 

Anna Bruckner,  geb.Fernengel

10.01.37

Schöntal
Bota Regina, geb. Alzner

22.02.37

Siebenbürgen
Andreas Greger

12.12.37

Badenweiler
Katharina Hienz, geb.Bruckner

14.02.37

Dinkelsbühl
Gusti Luitz (Ehefr.v.Bubi)

19.03.37

Marktoberdorf
Martin Mätz

18.11.37

Körle
Gerhard-Franz Mild 30.09.37 Essingten
Regina Müller, geb. Alzner 05.12.36 USA
Anna Müller, geb. Hügel 28.09.36 Böhmenkirch
Renate Nemenz, geb. Herberth 01.06.37 Üchtelhausen
Rosina Untch, geb.Untch 08.03.37 Berg-Gladbach
Johann Waffenschmidt 29.09.37 Gössendorf
Johann Weinrich (224) 24.09.37 Aibling

75.ten Geburtstag

Heinrich Bruckner

12.12.32

Schöntal
Simon Binder (Ehem.H.Alzner32)

14.01.32

Barbing
Andreas Ehrmann (Ehem.H.Drotleff149)

14.10.32

Fürth
Regina Greger, geb.Drotleff

19.10.32

Taufkirchen
Kloos Martin (15)

21.12.32

Geretsried
Herta Lang, geb.Jasch (Ehefr.ButzLang) 28.02.32 Geretsried
Andreas Löw (10) 25.10.32 Speichersdorf
Regina Mild, geb.Greger 01.02.32 Heilbronn
Anna Richter, geb.Ergas 30.08.32 Aschaffenburg
Regina Sauer, geb.Draser 23.08.32 Heilbronn
Regina Toma, geb.Ellesch 24.05.32 Karlsruhe

80.ten Geburtstag

Andreas Alzner (24)

19.09.27

Nürnberg

Anna Alzner, geb.Nemenz(24)

18.12.27

Nürnberg

Anni Bruckner

26.07.27

Schöntal

Anna Dick, geb.Lang

24.10.27

Canada

Regina Drotleff, geb.Herberth 16.04.27 Sachsenheim
Anna Fleisch, geb.Stolz 30.04.27 Karlsruhe
Regina Fröhlich, geb.Untch 08.07.27 Friedberg
Andreas Greger 03.12.27 Taufkirchen
Johann Kloos 21.02.27 Traunreut
Erwin Leonhardt (Ehem.v.Hanni Stolz) 15.10.27 Dachau
Gerda Lutsch, geb.Ziegler 12.04.27 Böblingen
Arthur Mantsch 26.10.27 Traunreut
Horst Rampelt 19.11.27 Nürnberg
Margareta Thalmann, geb. Greger 21.11.27 Siebenbürgen
Ilse-Marg. Theiss, geb.Wagner 07.05.27 Rastatt
Anna Turcan, geb. Alzner (2) 26.08.27 Siebenbürgen

85.ten Geburtstag

Johanna Alzner, geb.Mätz 13.09.22 München
Paul Draser (128)  21.01.22 Balduinstein
Margareta Henning, geb.Alzner (25) 01.09.22 Fürth
Regina Imlauer, geb.Kroner 26.05.22 Kennelbach (A)
Johann Pinnes 23.01.22 Coburg
Marg.Reichesdorfer, geb.Mantsch 31.03.22 Kammen (A)
Anna Salmen, geb.Draser 05.12.22 Knittelfeld (A)
Elise Schlag, geb.Untch 12.10.22 Fronhausen
Regina Schneider, geb.Draser 05.11.22 Dedeleben
Johann Ungar 24.11.22 Offenbach
Friedrich Wagner 25.09.22 Waldbrunn
Margarete Zink, geb.Waffenschmidt 24.02.22 Canada

90.ten Geburtstag und mehr

Gustav Herberth 20.08.17 Dörzbach
Peter Alzner 21.12.16 München
Regina Alzner, geb. Drotleff 26.01.15 USA
Anna Pinnes, geb.Löw 04.01.15 Coburg
Katharina Bruckner, geb.Löw 08.03.15 Dinkelsbühl
Katharina Schaas 16.09.14 Essingen
Anna Alzner, geb. Pinnes 14.12.14 Neuss
Anna Schaas, geb.Alzner 17.01.13 Essingen
Anna Hügel, geb.Alzner 27.12.12 Bietigheim

-Soweit bekannt - M.Mattes


c

Abschied von Johanna Leonhardt

Am 15. Dezember verstarb im Alter von 77 Jahren, nach schwerer Karankheit „unsere Heimatdichterin“ Hanni Leonhardt, geb.Stolz. Wir waren tief betroffen von der schweren Krankheit und dem Leiden dass sie erdulden musste, in der Gewissheit dass es keine Genesung mehr gab. Wie schwer mag es für ihre Angehörigen gewesen sein, hilflos zusehen zu müssen. Wer sie war und was sie für unser Reichesdorf getan, weiß jeder der das „Reichesdorfer Buch“ besitzt und gelesen hat. Mit liebevollem Einsatz gestaltete sie einen großen Teil unseres Heimatbuches und war auch – zusammen mit ihrem Ehemann Erwin Leonhardt – daran beteiligt die vielen Exemplare zu verpacken und zu verschicken. Ob sie wohl damals schon ahnte dass ihr nur noch wenige Jahre ihres Lebens vergönnt waren? Eine Unruhe alles baldmöglichst zu erledigen trieb sie immer wieder weiter zu machen, wenn die Hände und Arme auch von der ungewohnten Arbeit schmerzten und unter kaltem Wasser gekühlt werden mussten. Nun ruhen diese fleißigen Hände, die noch so viele schöne Erinnerungen festhalten wollten. Mir ist bekannt dass sie neben dem herausgebrachten Bändchen „Was die Erinnerung hebt ins Licht“ noch einiges ungedruckt liegen hatte, dabei auch Lieder über unser Reichesdorf und unsere schöne Heimat. Die Pflege des Reichesdorfer Friedhofes lag ihr sehr am Herzen – immer in der Sorge dass sich niemand finden werde, dieses zu bewerkstelligen. Sie glaubte an ein Leben nach dem Tod. Ja, in ihren Werken wird sie weiter leben solange sich immer noch jemand findet der diese liest und sich gerne an sie erinnert. Am 22.Dezember 2006 wurde sie in Dachau auf dem Waldfriedhof zu Grabe getragen. Unsere HOG. war vertreten von unserem Vorsitzenden Werner Meyndt der einen Kranz am Grabe niederlegte. Wir sind traurig dass Frau Johanna Leonhardt nicht mehr unter uns weilt. Sie gab uns manchen guten Rat für die Gestaltung unseres „Reichesdorfer Boten“, der uns sehr fehlen wird. Unser Mitgefühl gilt ihrer lieben Familie .In stillem Gedenken nehmen wir Abschied. Marg. Mattes

Margarete Mattes


d

Dort im Siebenbürgenland

Dort weit in den Bergen im Siebenbürger Land
dort hab ich ein Dörflein, ein liebes gekannt.

Es liegt an dem Bache dort unten im Tal
gesegnet, gesegnet viel tausendmal.

An seinen Hängen dort reifte der Wein,
Frohsinn und Lachen luden uns ein.

Dort pflügten die Ahnen mit fleißiger Hand
und hüteten teuer gerodetes Land.

Und bin ich auch heute von dort lang schon fort
treibt Sehnsucht mich immer zurück an den Ort.

Und zieh`in Erwarten ich heimwärts dann aus
bin dort nur an Gräbern ich wieder zu Haus.

Johanna Leonhardt


e

Wie es früher war 

Reichesdorfer Pfarrer

(Da der Beitrag aus dem Manuskript von H:Bruckner fehlerhaft übernommen wurde, bringen wir ihn hier noch einmal.) 

Unsere evangelische Kirche hat in besonderem Maße, das Leben von uns Siebenbürger Sachsen beeinflusst und bestimmt. Viele Sitten und Bräuche sind an den Ablauf des Kirchenjahres gebunden. Fast alle Einrichtungen in den sächsischen Dörfern – wie Nachbarschaften, Bruderschaften, Schwesternschaften und auch Vereine – haben ihren Bestand im kirchlichen Rahmen gehabt. Was von aller größter Bedeutung für uns war, war die Tatsache dass die Schulen Einrichtungen der Kirchengemeinden waren. Besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als endgültig die sächsische Selbstverwaltung aufgelöst wurde (1867 verlor Siebenbürgen seine Autonomie und wurde mit Ungarn vereinigt. Diese Verwaltungsautonomie des Sachsenbodens wurde 1876 aufgehoben) wuchs die Rolle der Kirche in der politischen Vertretung der Siebenbürger Sachsen. Die evangelische Kirche ist in dieser Zeit entschlossen gegen die Madjarisierung aufgetreten. In Kirche und Schule wurde in deutscher Sprache gepredigt, beziehungsweise unterrichtet. Durch die Schulreform von 1948, wurden auch die evangelischen Schulen der Siebenbürger Sachsen verstaatlicht.
Rückblickend auf die Vergangenheit möchte ich heute ein paar evangelische Pfarrer welche in unserer Heimatgemeinde Reichesdorf gelebt und gewirkt haben vorstellen. Allerdings sind die überlieferten Nachrichten eher als dürftig zu bezeichnen und so habe ich manches aus unserem Reichesdorfer Heimatbuch übernommen.

 


Pfarrer Josef Fabini gebürtig aus Haschagen, wurde 1845 zum Reichedorfer Pfarrer gewählt und kam aus Waldhütten, wo er bis dahin gewirkt hatte. Nach nur 7 Jahren in Reichesdorf, wurde er 1852 zum Mediascher Stadtpfarrer gewählt. Er starb am 16. Februar 1877, im 81-ten Lebensjahr als verdienter Mediascher Pfarrer. Für erwähnenswert halte ich, dass Pfarrer Fabini einen berühmten Sohn hatte und zwar Ludwig Fabini Felzeugmeister (höchster Generalsrang) in der k.u.k.Armee. Geboren 1830 in Waldhütten, starb er 1906 in Igls bei Innsbruck. Sein Leichnam wurde nach Mediasch überführt und dort mit militärischen Ehren begraben.

 

 

 


Pfarrer Johann Karl Lehrer, ein Mediascher, war Pfarrer in Magarei. In Reichesdorf wirkte er als Pfarrer von 1877 bis 1901 und wurde dann ebenfalls als Stadtpfarrer nach Mediasch berufen. Während seiner Amtszeit wurde die Reichesdorfer Schule (1890) erbaut und er setzte sich sehr für die Förderung des Schulwesens ein.
Über Pfarrer Lehrer wird uns eine überlieferte Anekdote erzählt. Ein etwas leichtsinniger Sohn von Pfarrer Lehrer, welcher im Ausland studierte, soll seinem Vater eines Tages ein Telegramm folgenden Wortlautes geschickt haben: „Lieber Vater, schicke mir 100 Gulden, um zu bezahlen meine Schulden.“ Seinerseits soll Pfarrer Lehrer an seinen Sohn ebenfalls ein Telegramm mit folgendem Inhalte geschickt haben: „Lieber Sohn, schicke dir die Gulden, bezahle deine Schulden. Es folgt ein Brief, ein schwerer, dein Vater Carl Lehrer.“ Dieser Text war wohl eindeutig. Mein Vater konnte sich an ihn noch erinnern und sagte mir er sei ein strenger und energischer Herr gewesen. Manchen Bauern soll, wenn sie mit einem Anliegen zum Herrn Pfarrer gingen, wenn sie im Treppenhaus über die Stiegen zur Amtsstube empor stiegen, ein leichtes Frösteln über den Rücken gelaufen sein.


 

 

Pfarrer Josef Fröhlich war von 1901 – 1919 Seelsorger in Reichesdorf und zwar bis zu seiner Pensionierung. In Schäßburg geboren, absolvierte er dort das Gymnasium und studierte zwischen 1865-1868 Theologie und Philologie. Von l869-1881 war er Gymnasiallehrer in Schäßburg, von 1881-1901 Pfarrer in Keisd. Während seiner Amtszeit wurde in Reichesdorf im Jahre 1910 das große Gesellschaftshaus (Saal) durch seinen Schwiegersohn Heinrich Chrestel - Baumeister - aus Birthälm erbaut.

 

 

 

 

Pfarrer Andreas Herberth. Als letzten in dieser Reihe, möchte ich etwas über unseren langjährigen Herrn Pfarrer Andreas Herberth, welcher vor allem der älteren Generation bekannt sein dürfte, etwas schreiben. Allerdings ist das Meiste in unserem Reichesdorfer Heimatbuch (Seite 164) nachzulesen. Andreas Herberth wurde am 21. September 1884 in Großprobstdorf geboren, wo er auch die Volksschule besuchte. Im nahen Mediasch besuchte er das Gymnasium, wo er auch sein Abitur machte. Anschließend studierte er in Klausenburg und Königsberg (Ostpreussen) Theologie und Philologie. Er war ein guter Sportler. Bei einem Schwimm- und Tauchwettbewerb erhielt er damals in Königsberg einen ersten Preis.
Die erste Gemeinde in welcher Andreas Herberth als Pfarrer wirkte war Großkopisch. Im Jahre 1920 wurde er nach Reichesdorf gewählt und diente unserer Gemeinde über drei Jahrzehnte in guten Tagen, aber auch in schweren, harten Zeiten, als treuer Seelsorger, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1954.
Außer seiner seelsorgerischen Tätigkeit als Pfarrer, war er auch um die Jugend des Dorfes bemüht, mit welcher er Ausflüge ins Gebirge organisierte und Geräteturnen veranstaltete, wo er selber als sehr guter Turner beispielgebend war.
Bei seiner Präsentation (1920) konnte seine Frau nicht dabei sein, da sie gerade einem kleinen Jungen (namens Hans, uns als Pfarrer´s Hansel bekannt) das Leben in Großkopisch geschenkt hatte. Kurz entschlossen packten einige Presbytherfrauen von den guten Sachen, welche für die Präsentation vorbereitet waren, etwas in Körbe und fuhren, es war Winterszeit, mit dem Schlitten nach Großkopisch, zur Gevatter, welche diesmal die künftige Reichesdorfer Frau Pfarrer war, so dass auch sie, wenigstens auf diese Weise, an der Präsentation teilnehmen konnte.
Während der Amtszeit von Herrn Pfarrer Herberth wurde der neue Friedhof in Reichesdorf angelegt. Das Friedhofsstatut (Seite 189-192 im Reichesdorfer Buch), hat Herr Pfarrer Herberth in seiner unnachahmlichen, schönen wie gestochenen gotischen Handschrift geschrieben, nachdem er es verfasst hatte.
Nach den guten Jahren der Zwischenkriegszeit, kamen dann nach 1944 die schweren Jahre mit viel Leid, Kummer und Unterdrückung. In diesen Zeiten war Herr Pfarrer Herberth immer inmitten seiner Gemeinde und das nicht nur in der Kirche. Für seinen Einsatz für seine Reichesdorfer, kam er für 3 Monate ins Gefängnis (nebst Gustav Stolz und Johann Schlosser). Es waren Zeiten deren Schwere wohl nur noch die Erlebnisgeneration kennt. Für die Reichesdorfer Weinbauern war Herr Pfarrer Herberth, durch das Einrichten einer Wetterstation, von großer Hilfe.
Nach seiner Pensionierung lebte Herr Pfarrer Herberth bei seiner Tochter in Frauendorf. Am 10. Juni 1968 ist er in Mediasch gestorben und wurde auch dort im Familiengrab beigesetzt. Bei der Beerdigung waren viele Reichesdorfer dabei und die Reichesdorfer Adjuvanten umrahmten die Trauerfeier mit Musik und Gesang.
Wir Siebenbürger Sachsen verdanken unseren Pfarrern und Lehrern sehr viel. In guten, aber besonders in schweren Jahren bot die Kirche eine letzte Zufluchtstätte, wo durch Predigt, Gebet und Musik, die oft von der Härte und Schwere der Zeit gebeugten Häupter sich wieder aufrichteten in ihrem Glauben an Gott. 

17.Okt.2006 - Heinrich Bruckner,Marlach 


f

Unsere Kindheit in Reichesdorf 

Es war ein Tag im Januar 1945, eigentlich hätte er wie andere Januartage vorher auch sein sollen, aber er war ganz anders: Unsere Eltern waren nicht mehr da. Es schneite und alles war wie mit einer weißen Decke bedeckt. Traurig sahen wir dem Tanz der Schneeflocken zu und plötzlich kam um die Ecke, dick in den Mantel eingepackt, unser lieber Opa. Unsere Freude war groß, als wir erfuhren, dass wir alle nach Reichesdorf mitfahren durften, nur Großmutter Schuster musste in Frauendorf bleiben.
Am nächsten Morgen ging es dann, warm verpackt in Decken und Felle im Wagen, gezogen von unseren Pferdchen Fanny und Hardy, auf die große Reise. In Mediasch gab es Ärger. Auf der Mediascher Brücke wurden wir von einem rumänischen Soldaten, der dort Wache stand, aufgehalten und nach dem Passierschein gefragt. Unser Großvater zeigte ihn vor, aber damit war der Soldat nicht zufrieden. Der Schein war vom Vortag und ein neuer musste her. Es fing schon an dunkel zu werden und Ota war sehr verzweifelt. Wohin im Winter mit 4 kleinen Kindern? Er bat, er tobte, aber der Soldat ließ sich nicht erweichen. Eine Weile hatte sich ein russischer Wachsoldat das Theater angesehen, dann kam er hinzu und fragte auf russisch, was denn da los sei. Mit Händen und Füssen versuchte Großvater, ihm die Situation zu erklären. Der Russe hörte zu, sah die kleinen Kinder gefroren im Wagen, strich unserem Schwesterchen Edda über den Kopf und sagte: „dawai, dawai“. So konnten wir am späten Abend das Pfarrhaus in Reichesdorf erreichen.
Es war schön, im hellen, warmen Wohnzimmer unsere Oma begrüßen zu dürfen. Im Kamin brannte ein Holzfeuer und das elektrische Licht kam uns wie im Märchen vor, denn bei uns zu Hause gab es nur Gaslicht und Gasfeuer.
Für die nächsten 5 Jahre sollte dies unsere Heimat sein.
Es fiel uns nicht schwer, uns hier zu Hause zu fühlen, nur unsere Eltern fehlten uns sehr, auch wenn wir unsere Großeltern innig liebten. Auch Spielkammeraden zu finden war nicht schwer: Im benachbarten Predigerhof die Enkelkinder von Prediger und Lehrer Simon Mantsch, die Streitferdt- Kinder, die Enkelkinder von Kurator Moodt , die anderen Kinder aus dem „Kerchtel“ und vom Markt und überhaupt die Kinder unseres Alters aus dem ganzen Dorf waren gerne gesehen.
Der Kindergarten war auch vor unserer Haus- bzw. Gartentür. Wir liebten es, hin zu gehen, wenn einem etwas nicht passte, konnte man einfach nach Hause verschwinden. Aber Ennitante passte schon auf, dass ihre Schäfchen zusammen blieben. Für uns Kinder kam sie gleich nach Offner Jinni- und Käthetante in der Beliebtenskala.
Der Pfarrgarten war ein wunderbarer Spielplatz, und deshalb fanden wir auch immer jemanden zum Spielen. Wie konnte man, von Erwachsenen ungestört, so lauter herrliche, verbotene Dinge unternehmen! In der Scheune vom Predigerhof gruben wir Gänge und Kammern ins Heu/Stroh, denn dort war es warm und man konnte gut spielen. Wenn dann das Heu/Stroh weniger wurde, war es am schönsten, vom „ Hunnebâlken“ zu springen. Wir haben damals unsere Schutzengel sehr strapaziert.

Im Winter war Schlittenfahren angesagt. Die Kleinen durften nur im Predigerhof fahren, die „Grossen“ trauten sich auf den Treppenaufgang zum Friedhof herunterzusausen, was aber strengstens verboten war, weil es den Aufgang noch glatter und bei einer eventuellen Beerdigung unbegehbar machte, als er sowieso schon war. Es machte uns nichts aus, wenn wir nass und gefroren waren und die Schneekugeln schwer an unseren gestrickten Wollhosen hingen. Ein halbes Stündchen zu Hause am Kamin machte alles wieder gut.
Auch den „Blasi“ gab es im Winter, auf den alle Kinder sich freuten. Die ganze Familie ging mit einem vollen Esskorb und viel guter Laune hin. Leider konnten die Buben in unserem Alter nicht wirklich tanzen, wollten es aber gerne. Die Mädchen versuchten ihnen zu entkommen und tanzten lieber miteinander.
Jeden Winter führte die Reichesdorfer Jugend ein Theaterstück auf. Es war ein Topereignis, das niemand verpassen wollte. Der Saal war immer gerammelt voll. Einmal durfte sogar ich mitspielen. Wenn ich mich recht erinnere, war es das Stück: „Wie driht de Fonn himen“.
Wenn wir Kinder Kummer hatten, gingen wir zu Käthetante. Die fand immer ein Pflaster für unsere Seele.
Die schönste Beschäftigung in den Ferien aber war für uns die Begegnung mit Offner-Jinnitante. Wenn wir sie nur von Weitem sahen, rannten wir ihr entgegen und gaben keine Ruhe, bis sie sich erweichen ließ, uns ein paar Märchen zu erzählen oder vorzulesen. Wir kannten ihre Geschichten zwar alle und konnten sie fast ohne Fehler aufsagen, aber die Art wie Jinnitante alles so herrlich mit Gesten, Mimik und mit ihrer Stimme illustrieren konnte, war ein malig. Ich glaube, es gab kein Kind in Reichesdorf, dass sie nicht heiß liebte. Ich bin ihr dankbar dafür, dass sie immer Zeit für uns hatte und unser nie überdrüssig wurde.
Nach 5 Jahren kam, nachdem zwei Jahre früher unsere Mutter aus Russland zurückgekommen war, auch unser Vater wieder zurück. In unsere Freude darüber mischte sich ein Wermutstropfen: Unsere Zeit in Reichesdorf war zu Ende. Alles Schöne war nun Vergangenheit: der schöne Pfarrhof, der Garten, das „Schwengsrech“, der Tisch und die Bänke unter dem Soforabaum. Es gab keine Jinnitante, keine Käthetante mehr für uns, die unsere malträtierten Puppen im Auftrag des Christuskindes reparierte und letztendlich gab es keine unendliche Freiheit mehr.
Es war der Anfang auf dem Weg zum Erwachsen werden. Wir kehrten nach Frauendorf zurück. Doch die Zeit in Reichesdorf wird für mich immer die schönste Zeit meiner Kindheit sein Gerne reiste ich noch einmal nach Reichesdorf, doch die Furcht, „mein“ Reichesdorf nicht mehr zu finden, ist zu groß. In meiner Erinnerung ist alles noch so schön wie damals. Auch wenn die Ursachen, die zu unseren 5 Jahren in Reichesdorf führten, nicht schön waren, sind wir doch für die schöne Zeit unseren Großeltern, unserer Susi und allen lieben Leuten aus Reichesdorf dankbar.


Gundelsheim, im Dezember 2006 Erika Grail, geb.Schuster (Enkeltochter v.Pfr.A.Herberth)

 


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Im Internet gefunden

http://www.hog-schaessburg.de/sn23/zu_fuss.htm

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Zu Fuß und auf Umwegen:

Von Schäßburg nach Mediasch in vier Tagen Aufschlussreiche Gespräche unterwegs / Vieles ergab sich zufällig / Von der Freundlichkeit und der Gastfreundschaft der Menschen gerührt......

In Großkopisch hat die Familie des jungen Burghüters gerade Großwaschtag. Bunte Kleidungsstücke hängen über den Kirchhof an langen Leinen wie tibetische Gebetsfahnen. Gerne zeigt er uns die wehrhafte Kirchenburg. Er ist stolz darauf, diesen Schatz zu hüten.
Nach dem nächsten Bergrücken dann Birthälm. Dieses Dorf lebt! Pferdegespanne und alte Traktoren sind geschäftig unterwegs, alles gepflegt und gut erhalten. Die Kirchenburg, still und mächtig hinter dem begrünten Dorfplatz. Letzte Reisebusse mit Tagesgästen fahren ab. Wir fragen nach der Herberge und werden in die neu restaurierte Bleibe innerhalb der äußeren Burgmauer gewiesen. Eine österreichische Familie hat sich als Pächter für das Haus gewinnen lassen. Der Hausvater verbringt seinen Urlaub hier, um mit dem neuen Team aus Hausund Küchenangestellten die täglichen Abläufe einzuüben. Das Haus soll schließlich internationalen Standards entsprechen. Abends sitzen wir bei einem Glas Wein zusammen. Dieser „Ausländer“ ist der Schönheit und Ursprünglichkeit Siebenbürgens wirklich verfallen, und er leistet hier in seiner Frei zeit einen wertvollen Beitrag zu einem sanften Tourismus. Der nächste Vormittag gehört der Kirchenburg und einigen Streifzügen durch das Dorf. Einige Sachsen sind noch hier. Zunehmend orientiert man sich auch mit Zimmervermietungen an den wachsenden Touristenströmen. Weder im Dorfladen, noch im Wirtshaus lässt sich eine Flasche des einst berühmten Birthälmer Weines kaufen. Man bringe die Trauben jetzt nach Jidvei (Seiden) und im Jidveier Wein sei der Birhälmer auch drin!
Nein, nach Reichesdorf gehen wir nicht an der staubigen Landstraße entlang, die uns der Wanderführer vorschlägt, wir nehmen den Weg in das östliche Seitental. An diesem versteckten Dorfende von Birthälm stehen die kleinen Hütten der Zigeuner. Laute Volksmusik, vermischt mit Techno- Rhythmen schallt uns aus den Fenstern entgegen. Ab und zu ein neugieriger Blick auf diese zwei Fremden, die sich hierher verirrt haben. Nicht „Buna ziua“ sondern „Grüß Gott“ erwidert ein älterer Mann unseren Gruß am Hoftor der Schweinezucht am Dorfende. Wir kommen ins Reden und stellen wie nebenbei fest, dass wir um drei Ecken miteinander verwandt sind. Ja, nach Reichesdorf, dem Dorf meiner Großeltern, sind es noch acht Kilometer.

In Reichesdorf sind sie noch zu fünft. Herr Schaas, seine Frau und noch drei alleine lebende alte Leute. Herr Schaas empfängt uns, trotz der vielen Feldarbeit überschwänglich. Aus dem Keller holt er einen Krug mit Rreichesdorfer Wein. Es ist dieselbe goldfarbene Mischung aus Riesling und Muskateller, auf die mein Großvater immer so stolz war. Der erste Schluck ruft über dreißig Jahre alte Erinnerungen wach. Gedeckte Festtafeln, Blasmusik, Baumkuchen, Hanklich und dieser goldene Wein. Das war einmal, und hier sitzt mir der 73-jährige Schaas gegenüber und sagt: „Na, wie schmeckt er? Ich bin der einzige im Dorf, der ihn noch so hinbekommt!“ Herr Schaas ist das lebende Gedächtnis des Dorfes. Gerne hören wir ihm zu. Seine spontane Kirchenführung gehört zu den besten und fundiertesten, die ich je erlebt habe. Man spürte, da lebt einer mit seiner Kirche. Er kannte sie in und auswendig. Herr Schaas ist Orgelwart, Dachdecker, Gärtner und Hausmeister der Kirche, des Pfarrhofes und des Friedhofs in einer Person, und ich vermute, er tut dies im Ehrenamt. Vor drei Jahren hat es hier den letzten Gottesdienst gegeben, aber alles ist so erhalten, dass morgen wieder einer stattfinden könnte. Wir kommen im Pfarrhaus unter, und verbringen noch einige Stunden am Abend im dörflichen Wirtshaus unter freundlichen Menschen. Man trinkt jetzt auch in Reichesdorf Bier. Ich frage nach den Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten im Dorf. „Nun, einige fahren mit dem Bus nach Mediasch in die Fabriken, aber das sind nicht viele, die Anderen leben von ein wenig Landwirtschaft, man hält Kühe und gibt die Milch an der Sammelstelle ab. Einige junge Menschen sind ins Ausland gegangen, nach Italien und Spanien, von dort schicken sie Geld. Man kommt halt irgendwie durch…“ Am nächsten Tag machen wir einen kleinen Abstecher über die Reichesdorfer Flure. Ich zeige Ludvik die Felder und Weingärten, die schon in meiner Jugend nicht mehr dem Großvater gehörten, aber deren Namen er mir einprägte, so als könnte das irgendwann noch von Bedeutung sein. Sie sind „renaturiert“. Hier und dort steht noch trutzig ein alter Walnussbaum. Was wäre, wenn…? Könnte ich mich auf diesen Äckern als Winzer und Bauer sehen, statt als Diakon und Sozialarbeiter in einer Münchner Kirchengemeinde? Sechzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg stellen wir immer noch fest, dass dieser Krieg unsere Welt wie kein anderes Ereignis verändert hat. Nimesch verfehlen wir, und auf dem Weg, der sich etwas lange bis Meschen hinzieht, werden wir vom Pferdewagen des Bürgermeisters mitgenommen. Begeistert erzählt er vom Besuch des Prinzen Charles vor einigen Jahren. Ich hatte den Eindruck, er hatte den Wert des sächsischen Erbes in seinem Dorf erkannt. Vor dem Gästehaus neben der Kirchenburg stieg eine Reisegesellschaft aus Österreich aus ihrem klimatisierten Bus. In den Burgmauern haben die Sachsen ihr eigenes Dorfmuseum eingerichtet. Bei dem Gang durch das Dorf fällt mir ein rumänisch geschriebenes Schild auf: „Obst- und Gemüsebauverein, Kleintierzuchtverein“. Ein guter Weg, glaube ich, die verarmte Bevölkerung wieder mit den naheliegendsten Möglichkeiten des dörflichen Lebens vertraut zu machen. Das Wissen um die Landwirtschaft ist vielerorts verloren gegangen. Später Nachmittag schon, aber bis Eibesdorf ist es noch zu schaffen! Erstaunlich, wie die alten Verbindungswege zwischen den Dörfern verfallen und vergessen werden. Nur die Straßen, die auf die Städte zulaufen werden noch genutzt. Eine Wegmarkierung fehlt hier, und wir sind auf die Beschreibung unseres Wanderwegeführers angewiesen. Es ist Sonntag, in Eibesdorf ist gerade der monatliche Gottesdienst vorbei. Der Nachbarvater sitzt mit einem Teil der Gemeinde gemütlich beim Kaffe. Uns ist es peinlich zu stören, aber er greift bereitwillig nach dem Kirchenschlüssel und deutet auf die muntere Gesellschaft. „Kommt nur, kommt. Die laufen mir nicht weg, die sitzen heut Abend noch da!“
Im Pfarrhaus ist eine gastliche Herberge eingerichtet. Eine Gruppe von deutschen Studenten hat sich einquartiert, richtige „Wanderfreaks“, laufen bis zu 40 km am Tag! „Siebenbürgen“, sagen sie, „ist das Beste, was wir bisher gefunden haben.“ Und sie sind schon weit herumgekommen.
Dunkle Regenwolken ziehen an diesem späten Nachmittag auf, da ist es ein Glück, dass sich gerade ein Taxi aus Mediasch auf den Dorfplatz verirrt hat. Vier junge Rumänen mit Gel in den Haaren und gepflegten Anzügen steigen aus. Der Fahrer schimpft über die miserable Straße hierher. Zumindest muss er jetzt nicht leer zurückfahren. Er erzählt, dass er seit der Wende Taxi fährt, vorher sei er Maler gewesen. Ob er meinen Helmuth-Onkel denn kenne? Ja freilich, mit dem habe er Jahre lang zusammen gearbeitet. Auf jeden Fall soll ich ihn in München schön grüßen…
Der Mediascher Bahnhof empfängt uns mit einem schier unerträglichen Menschengewühl. Vier Tage sind wir durch stille, vergessene Landschaften gegangen, jetzt hat uns das Weltgetriebe wieder. Aus dem fahrenden Zug nach Schässburg zeige ich Ludvik die Dörfer im Kokeltal, aus denen sich die Seitentäler, die wir durchwandert haben, abzweigen. Scharosch, Großlasseln, Dunesdorf. In nicht mal einer Stunde sind wir wieder am Ausgangspunkt, in Schäßburg zurück.
Nach Wanderurlauben in der Toscana, Umbrien, Spanien und Mallorca habe ich nun mein Wanderland entdeckt. Wenn auch Unterkunft und Verpflegung nicht so standardisiert einfach wie anderswo zu finden sind, machten wir immer die schöne Erfahrung, dass der Weg schon für den Reisenden sorgte. Vieles ergab sich zufällig. Wir waren von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen gerührt, die uns begegnet sind.
Siebenbürgen wird in den nächsten Jahren mehr und mehr vom alternativen und sanften Tourismus erschlossen werden, es hat das beste Potential dafür. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Schäßburger Wandervögel, die Lust haben, den einen oder anderen alten Weg zu begehen und zu beschreiben. Ein Anfang ist ja durch den oben erwähnten kleinen Wanderführer gemacht. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wanderung entlang der ehemaligen Bahnlinie von Schäßburg nach Agnetheln, oder einem großen Rundweg um Schäßburg? Auch Schäßburg– Fogarasch wäre in vier Tagen zu schaffen. 

Robert Stolz (München)


i

6. Die Regierung König Belas IV. nach dem Mongoleneinfall und die Zeiten unter seinem Sohn Stephan V. und seinem Enkel Ladislaus IV.
Erster Band von G.D.Teutsch (Text von 1852) ( 1242 - 1290 )

Dasselbe Domkapitel lebte mit den Pfarrern des Mediascher Kapitel im Unfrieden. Es erhob Anspruch auf drei Zehntquarten von Feldfrüchten, Wein, Bienen und Lämmern, deren Bezug jene als eigenes Recht behaupteten. Durch Vermittlung guter Männer kam es endlich zu freundschaftlichem Ausgleich. Am 23. Juni 1283 trat der Mediascher Dechant Walter, Pfarrer von Häzeldorf, mit Adam, Pfarrer der „Dorfgemeinde" Mediasch, Johannes von Birthälm, Heinrich von Reichesdorf und andern Pfarrern seines Kapitels in Weißenburg vor den Bischof Petrus und vertrug sich mit dem Domkapitel dahin, daß das Mediascher Kapitel dem Domkapitel für jene drei Quarten jährlich vierzig Mark guten Silbers, wie es in Weißenburg, in Winz und in Broos lief, zu zahlen habe, und zwar am Vorabend des Michaelstags zehn Mark, fünfzehn Tage nach Martini fünfzehn Mark und fünfzehn Tage nach Maria Reinigung die übrigen fünfzehn Mark. Falls die Pfarrer den Zahltag versäumten, sollten Sie schon am folgenden Tag das Doppelte zahlen, ob die Gemeinden größer oder kleiner geworden. Papst Clemens V. bestätigte 1307 den Vertrag und trug im folgenden Jahr dem Hermannstädter Propst auf zu sorgen, daß er aufrecht bleibe
.
www.7buerger-sachsen-pfullendorf.de/ Geschichte/belas-1.html 


Anzeigeschluss 31. März und 31. Oktober


1. Vorsitzender: Werner Meyndt   82515 Wolfratshausen  Tel 08171/20228 
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